Apple stellt iPhone offiziell vor

AppleEs ist vollbracht. "Heute werden wir zusammen Geschichte schreiben", kommentierte Steve Jobs die Vorstellung des iPhone gestern auf der "Macworld", der Apple-internen Hausmesse. Und tatsächlich: Mit dem iPhone, über den wir schon einmal in der Vergangenheit berichteten, scheint der in Cupertino ansässigen Firma wieder ein ganz großer Wurf gelungen zu sein; optisch einwandfrei, mit 11,5- mal 6,1 cm sehr handlich und zudem mit Features bestückt, die es so noch nicht in einem Paket gegeben hat.

Der iPhone will die sagenhafte Erfolgsstory des iPod weiter fortführen und hat dabei so einiges im Gepäck, das die Konkurrenz arg ins Straucheln bringen könnte. So vereint der iPhone die exzellenten Player-Qualitäten des iPods mit einem funktionsträchtigen Mobiltelefon. Man reagierte damit quasi auf die immer besser gewordenen Mobilfunktelefone, mit denen bekanntlich neben dem eigentlichen Telefonieren noch weitere nette Spielereien in den Jahren hinzugekommen sind. Der zugegeben nicht ganz so pingelige Kunde musste sich nach einem teuren Handykauf doch schon zweimal die Frage stellen, ob er sich noch zusätzlich den iPod holt, wo doch auch das neugekaufte Handy eine Playerfunktion integriert hat. Die Trennung zwischen Qualität setzt beim immer nach Schnäppchen auf der Jagd gehendem Kunden oft nicht ein.

Mit dem iPhone macht Apple also nicht mehr nur Microsofts erst kürzlich vorgestellten Zune harte Konkurrenz, auch die etablierten Handyhersteller dürften sich nun wappnen müssen vor der quasi zweiten iPod Generation. Microsoft wollte sich unterdessen natürlich nicht lumpen lassen und verschmähte gestern auf der CES in Las Vegas prompt die Apple-Vorstellung und kündigte seinerseits an, den Zune bald ebenfalls mit Mobilfunktionalität nachzurüsten. Trotz allem Eifer, den Microsoft nun betreibt, ist davon auszugehen, dass das in Redmond ansässige Unternehmen nicht an die Erfolgsbillanz von Apple anknüpfen können wird. Zum einen gilt der Name "iPod" bzw. "iPhone" mittlerweile als kultiviert und zum anderen steht Apple in blendendem Licht da, was man von Microsoft ohne jeden Zweifel schon lange nicht mehr behaupten kann.

Für insgesamt 499 Euro wechselt der iPhone seinen Besitzer. Zugegeben ein Preis, den man nicht mal eben aus der "Portokasse" bewältigen kann, doch trotzdessen gibt es zuweilen genug iPod Liebhaber, die nur sehnsüchtig auf den Nachfolger gewartet haben - koste es, was es wolle. Insofern darf wohl wirklich erneut der Griff ins Geschichtsbuch gewahrt werden; die Formel iPhone sollte bei dem momentanen Run von Apple ohne Bedenken aufgehen. Wie Steve Jobs es schon sagte: "Heute werden wir zusammen Geschichte schreiben."


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