Intel konkretisiert eigene GPU-Lösung

IntelWie wir erst vor knapp einem Monat zu berichten wussten, subventioniert Intel ein kleines Start-Up Unternehmen, das letztendlich eine integrierte GPU-CPU Lösung für den Branchenprimus hervorbringen soll. Die Fakten weisen auf, dass mittlerweile 27 Mitarbeiter aus aller Herren Ländern den Weg ins Intel-Unterunternehmen "Lucid Information Technology" gefunden haben und mit einem Etat von 12 Millionen US-Dollar zudem gut ausgerüstet sind, um das Projekt zu einem erfolgreichen Ende zu führen.

Neben den nüchternen Fakten interessiert allerdings vielmehr, was dieses vermeintlich kleine Unternehmen wirklich auf die Beine stellen möchte. Bisweilen sind nur sehr wenig Informationen zur kombinierten Lösung zwischen GPU und CPU aufgetaucht. Nun wurde man erst malig konkret und sprach davon, dass auf besagtem Chip stolze vier Grafikchips mit dem Hauptprozessor (CPU) kommunizieren. Als Grund für die Implementierung von gleich vier GPUs führt das Unternehmen Lucid an, dass man direkt Gamern eine ansprechende Plattform zur Verfügung stellen wolle. Man verweist dabei auf die immer mehr voranschreitenden Effekte und Animationen in Spielen und glaubt diese künftig nur mit mehreren parallel geschalteten GPUs bewerkstelligen zu können. Man verspricht selbst in hohen Auflösungen hervorragenden Spielgenuss - wenn das mal kein Angriff gegen die eingesessene Konkurrenz ATi und nVidia ist.

Zur Umsetzung ließ das Unternehmen durchsickern, dass man zwei unterschiedliche Komponenten plane. Demnach soll es einerseits einen Chip geben, welcher quasi als Verbindungsstück zwischen den "wichtigsten" Komponenten dient und entsprechend die anfallende Arbeit jeweils auf den Hauptprozessor und die vier GPUs abwälzt, und andererseits ein optimierter Treiber, der zur Verwaltung eingesetzt werden soll - was hier genau gemeint ist, ist momentan noch unbekannt. Unterdessen erwartet man bereits für Ende des Jahres erste serienreife Samples. Vorab möchte man sich allerdings für seine "innovative" Lösung noch entsprechende Kontrakte mit Firmen wie Asus, Gigabyte sowie Leadtek sichern. Möglicherweise werden gar die großen Integratoren miteinbezogen, hier sei namentlich einmal Alienware, Dell und HP genannt. Intel maschiert also mit großen Schritten in die höher angesiedelte Grafikszene und dürfte damit ATi bzw. nVidia in arge Bedrängnis bringen, denn bekanntlich hat Intel den größten Geldhahn und könnte durch geschickte Werbeaktionen die Käufer schnell auf seine Seite ziehen. Warten wir ab, ob sich hier tatsächlich eine High-End-reife Lösung anbahnt oder letztendlich im Vorfeld einfach viel zu viel Wind für eine "kaum nennenswerte" Lösung gemacht wurde.


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