Nachzügler: Intel Core 2 Quad Q6400

IntelSpätestens seit den gestrigen Ankündigungen ist klar, dass Intels Zauberwort über kurz oder lang Core-Microarchitektur heißen wird. Pentium war gestern - Core ist heute! Unter dieser klaren Botschaft setzten wir schon unseren ersten und zugleich bisher einzigen Conroe-Artikel. Speziell aber, was das Thema Quad-Core betrifft, ging man bisweilen noch unbekannte Wege. Eine sogenannte Intel Core 2 Extreme QX6700 CPU hatte zwar einige Monate früher als erwartet ihr Debüt gefeiert, richtig Quad-Core Stimmung kam im Intel-Lager aber dennoch nicht auf. Für den normalsterblichen User schlicht weg zu teuer. Auch der geplante Core 2 Quad Q6600, der für den 7. Januar anvisiert ist, mochte bis gestern nicht wirklich den Quad-Core Bahn auslösen. Doch seitdem bekannt ist, dass dessen Preis nur wenige Monate nach Erscheinen auf faire 530 US-Dollar gesenkt wird, sind einige hellhörig geworden.

Intel selbst anscheinend ebenfalls, so dass nun spekuliert wird, dass die Väter des Pentiums im dritten Quartal einen weiteren, preisgünstigeren Quad-Core Ableger präsentieren werden. Core 2 Quad Q6400 soll er heißen und wie es der Name quasi schon verrät, über 4 Rechenkerne verfügen, die mit je 2.13 GHz bei einem FSB von 1066 MHz takten. Des Weiteren wird ein 2x 2 MiB großer L2-Cache zur Ausstattung des Quad-Core Boliden gehören. Zu welchem Preis das Modell letztendlich über die Ladentheke wandert, weiß man noch nicht. Ein Preis von unter 400 US-Dollar ist dabei allerdings durchaus denkbar.

Es stellt sich nur die Frage, ob zu jenem Zeitpunkt die CPU überhaupt noch großen Stellenwert haben wird. Bekanntlich möchte Intel auch im dritten Quartal den nativen Quad-Core Chip Penryn vorstellen. Dieser kann nicht nur mit feineren Fertigungsstrukturen aufwarten (45nm statt 65nm), sondern auch mit einem auf 6 MiB erhöhten L2-Cache sowie einem 1333 MHz schnellen FSB. Wäre eine Quad-Core CPU im 65nm Verfahren also überhaupt noch rentabel für Intel?

Man wird abwarten müssen, in welche Richtung sich das Ganze entwickelt. Fest steht, dass man mit Quad-Core so oder so noch nicht das große Geld machen kann. Mickrige 1 Prozent der in diesem Jahr verkauften Intel-Prozessoren waren vom Typus Quad-Core. Mit Einführung des Core 2 Quad Q6600 erhofft Intel diesen Wert auf 5 Prozent erhöhen zu können. Mit dem Core 2 Quad Q6400 soll der Wert dann auf immerhin 8 Prozent ansteigen, ehe darauf mit Penryn der richtige Quad-Core Hype losgehen soll, wohl auch dann bestärkt durch den K8L, welcher ebenfalls im dritten Quartal erscheinen soll und eine native Quad-Core CPU darstellen wird. Wir können uns entspannt zurücklehnen, um dann beim übernächsten Weihnachtsfest günstig eine Quad-Core CPU zu ergattern. Ob hierbei die Wahl auf Intel oder AMD fällt, ist noch ungeklärt. Das kommende Jahr wird es uns zeigen.


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