G84 soll auf CeBIT enthüllt werden

NvidiaAls nVidia morgen vor einem Monat die GeForce 8 Serie präsentierte, fragte man rasch danach, nachdem das erste Staunen über die Leistung abgeschwollen war, wann denn ein passendes Mainstream-Produkt den Markt erreiche. Der nVidia Vorstandsvorsitzende Jen-Hsun Huang antwortete darauf ungewohnt offen - wie einigen sicherlich noch in Erinnerungen schwebt - dass man noch neun weitere Karten auf GeForce 8 Basis plane und schon alsbald neue Modelle erscheinen, um ein möglichst kompaktes Produktportfolio dem Kunden liefern zu können. Insofern ist es gar nicht einmal mehr die große Überraschung, dass der Mainstream-Chip, G84, wohl auf der CeBIT enthüllt wird, nachdem man sich zuvor immer nur auf das Frühjahr 2007 beschränkte. Unzählige werden sicherlich schon wissen, wann die CeBIT im kommenden Jahr währt, der vollständigkeitshalber sei aber hier noch einmal erwähnt, dass sie vom 15. bis 21. März wie gewöhnlich in Hannover stattfindet.

Nachdem man nun den Launchtermin weitesgehend eingegrenzt hat, macht man sich so seine Gedanken über die Performance und den Preis im webweiten Medium. Insbesondere was den Preis betrifft, ist man nun um einiges schlauer, als noch vor ein paar Wochen. Ein Preis zwischen 199- und 249 US-Dollar soll auch Menschen mit kleinerem Portmonee den Umstieg in die Direct3D 10 Welt möglichst leicht gestalten. Ob aufgrund des nicht ganz konkret genannten Preises gleich zwei Modelle an den Start gehen - 8600 GT und 8600 GTX wäre hier am Naheliegendsten - bleibt vorerst ein Geheimnis. Selbiges gilt wohl auch für die Leistung, zu der selbst sonst sehr schreibfreudige Gerüchteküchen noch keine genauen Informationen parat halten. Eigentlich bedarf es aber hier keiner großen Gerüchte, man muss nur einmal die Vergangenheit etwas aufarbeiten und wird dann schnell das Puzzle G84 zusammensetzen können.

Als kleiner Service haben wir einmal das Buch der Geschichte durchgewälzt und kommen dabei zu folgenden, mutmaßlichen Fakten. Wir spekulieren zum einen, dass auf der GeForce 8600 insgesamt 64 Unified-Shaders ihre Arbeit verrichten, geistlich angetrieben dadurch, dass die Pipelineanzahl bei Mainstream Lösungen seit jeher zum Topmodell halbiert wurde. Zum anderen mutmaßen wir, dass ein 192- oder 256-Bit Speicherinterface zum Einsatz kommen wird. Mit welcher Taktfrequenz der Speicher selbst zu Werke gehen wird, entscheidet letztendlich die Größe des Speicherinterfaces. Der Chiptakt dürfte bei ca. 550 MHz liegen, eine Prognose zum Shadertakt wollen wir bei der aktuellen Sachlage noch nicht erahnen. Dank der wahrscheinlichen Fertigung im 80nm Prozess, sollte nVidia sich beim G84 so oder so keine allzu große Gedanken um Taktraten zu machen. Man sitzt eindeutig am längeren Hebel, was nicht nur in der eigenen, guten Performance begründet ist, sondern auch damit, dass die Konkurrenz noch nicht einmal den High-End Ableger der nächsten Generation vorgestellt hat.

Er wird bekanntlich unter dem Codenamen R600 entwickelt und ist jüngsten Gerüchten zur Folge einer erneuten Verspätung zum Opfer gefallen. Selbst die kühnsten Optimisten prophezeien mittlerweile, dass der R600 nicht mehr vor Februar erscheinen wird, nachdem zuvor Ende Januar stark als möglicher Launchtermin gehandelt wurde. Einen konkreten Grund für die weitere Verspätung gibt es nicht. Einige meinen, dass ATi nur sichergehen wollte, dass zum Launchtag auch wirklich Exemplare käuflich erwerbbar sind und hat ihn darauf ein klein wenig nach hinten verschoben. Wie viel Wahrheit letztendlich in diesen Vermutungen steckt, sei einem anderen überlassen. Fest steht, dass ATis Pendant zur GeForce 8600 wohl frühestens im Sommer das Licht der Welt erblickt. Doch seine High-End Karten der vorherigen Generationen auf eine neue Mainstream-Lösung der Konkurrenz zu hetzen, erwies sich für die Kanadier in vergangenen Tagen oft als mehr oder minder probates Mittel. Man wird schauen müssen, in welche Richtung der Wind wehen wird.


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