Geheimnisse um G80-Taktraten gelüftet

NvidiaWer seiner eben erst neu gekauften G80-GPU das letzte Quäntchen Performance entlocken will, muss bisweilen ironischerweise auf das Übertaktungstool der Konkurrenz, ATiTool, setzen, das erst gestern Abend von uns in einer aktualisierten Ausgabe auf den Server geladen wurde. Die Übertaktungsversuche sind dann aber auch oft eher von kleinerem Erfolg, weswegen schon vor einiger Zeit gemunkelt wurde, dass mit dem Erhöhen des GPU-Taktes simultan der interne Shadertakt gesteigert wird. Was bislang nur als gut gehegter Gedanke in den Köpfen einiger Redakteure schwebte, ist nun "harte" Wahrheit. Zu diesem Ergebnis kamen die Kollegen von ComputerBase, die sich die neuste Auflage des beliebten RivaTuners einmal genauer anschauten.

Dabei stellten sie fest, dass mit Erhöhung des GPU-Taktes auch der Shadertakt nach oben hüpft, allerdings ohne jedes erkennbares Verhalten. Er steigt nicht proportional, sondern wild und nicht vorausschaubar. Zudem kam ComputerBase zur Erkenntnis, dass sich der GPU-Takt wesentlich granulöser anzusteuern lässt, als bei bisherigen Grafikkartenmodellen. Anhand der GeForce 8800 GTS erklärten sie anschaulich, dass dessen Chiptakt beim Übertakten in die Abstufung von 540 MHz, 575 MHz, 595 MHz, 610 MHz, 620 MHz und 650 MHz fällt. Eine MHz genaue Frequentierung ist somit nicht mehr möglich und man hangelt sich beim Übertakten quasi von der einen zur anderen willkürlich aufgestellten Hürde.

Selbiges ist beim Shadertakt zu beobachten, welcher bekanntlich mit dem Chiptakt steigt. Ihm sind bei der 8800 GTS GPU die Hürden 1240 MHz, 1300 MHz, 1350 MHz, 1400 MHz und 1460 MHz auferlegt worden. Des Weiteren ist der Speichertakt von diesem Phänomen betroffen, was sich wirklich jeglicher Erklärbarkeit entzieht. Hier hat nVidia 1620 MHz, 1660 MHz, 1680 MHz, 1710 MHz, 1780 MHz, 1800 MHz, 1840 MHz und 1880 MHz als "Brennpunkt" genommen. Doch was bedeutet diese Kuriosität jetzt konkret für den G80-Anweder? Er muss mit noch größerer Vorsicht ans Übertakten gehen und sollte seiner GPU nicht allzu viel aufbürgen. Ob nVidia in künftigen Treiberversionen dieses Schema ablegt bzw. eine gesonderte Ansteuerung der internen G80-Taktraten zulässt, ist noch unklar, wohl aber wahrscheinlich, sollte sich von außen Druck auf die kalifornische Firma ausüben lassen. Wir hoffen in den nächsten Tagen auf ein Statement seitens nVidia, um dieser Anormalie des G80 Herr zu werden.


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