Intel trennt sich von ATi

IntelMan musste kein großer Prophet sein, um zu wissen, dass Intel über kurz oder lang die Partnerschaft mit ATi auf Eis legt. Der immer wieder gut gehegte Gedanke bekam quasi vorherige Woche seinen letzten Impuls, als Intel seine Boardpartner dazu ermunterte, keine Mainboards auf ATis RD600 Chipsatz zu produzieren. Auch wenn die Hersteller Asus und DFI schon entsprechende Exemplare in der Hinterhand hatten, einen RD600 Chipsatz soll es nach Intels Gedankengang nicht mehr geben. Eine passable Lösung, um die kanadische Firma zu ersetzen, haben die Kalifornier wohl auch schon gefunden. Zumindest im Low-Cost Sektor hat Intel zugeschlagen und sich SiS als Chipsatz-Hersteller gesichert. Noch ungewiss ist, ob sie sich einen weiteren Partner für höher angesiedelte Produkte mit ins Boot nehmen, oder ob sie hier selbst bei Fuß stehen wollen.

Man darf zurecht fragen, warum Intel überhaupt eine Fremdeinwirkung zulässt, schließlich ist man doch mit seinem eigenen Reportaire mehr als gut bedient. Zum einen möchte man wohl der Gefahr vorbeugen, dass der Chipsatz-Hersteller für die Konkurrenz entwickelt und zum anderen möchte man sich immer noch ein Hintertürchern offen lassen; Lieferengpässe kommen nämlich selbst beim größten Halbleiterhersteller der Welt manch einmal vor. Zudem sind die SiS-Produkte keine ernstzunehmenden "Konkurrenten". Man mutmaßt, dass der im zweiten Quartal 2007 vorgestellte Chipsatz mit nur einem 800 MHz schnellen FSB daherkommt und entsprechend nur die "langsamen" Intel Core 2 CPUs der E4000er Serie ansteuern kann.


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