nVidia zieht es auf Intels Seite

NvidiaKurz nach Bekanntgebung der Übernahme von ATi durch AMD, kursierten Gerüchte, nVidia hätte mit Intel ebenfalls ein Bündnis abgeschlossen. Die darauffolgenden Wochen zeigten jedoch etwas gänzlich anderes. Beide Seiten betonten, dass kein Interesse bestehe. Man berief sich immer darauf, dass man die eigenen Stärken intensivieren wolle. Mittlerweile ist ein bisschen Kraut über die Sache gewachsen und die ATi-Aktionäre haben der Übernahme zugestimmt. Eigentlich sollte man meinen, dass jetzt wieder Alltag einkehrt, aber anscheinend beschäftigt beide Konzerne das Ganze noch mehr, als sie den Medien immer vorgaukeln wollen. So stellte sich nVidia-Chef Jen-Hsun Huang nun erneut der Presse zur Verfügung - diesmal in der Financial Times Deutschland - und betonte abermals, dass nVidia weiterhin auf eigenen Beinen stehen wolle. Nichts neues im Staate Dänemark, lehnte sich Vorstandschef Jen-Hsun Huang doch schon in vergangenen Tagen vehement gegen eine Übernahme durch Intel auf.

Dennoch: Ein weiterer Auszug seiner Rede gibt Auskunft, dass er davon spricht, dass seit der Übernahme von ATi durch AMD auch die Partnerschaft mit Intel stark ausgedehnt wurde. Man scheint sich also langsam zu beschnuppern. Alle Leute, die schon immer im Hinterkopf hatten, dass Intel nVidia kauft, brüllen nun wieder laut los. Wenn selbst Herr Huang von einer Intensivierung spricht, mag das schon was heißen, argumentieren sie. Die gegenüberliegende Seite fasst diese Aussage klar als ein weiteres Veto gegen ein Bündnis auf. Hier wird letztendlich jeder seine eigene Meinung vertreten.

Fest steht, dass nVidia dieses Jahr starke Quartalsergebnisse eingefahren hat und mittlerweile weit über den Grafikkartensektor hinaus blickt. Sowohl im Bereich der Konsolen als auch der mobilen Geräte konnte man Rekordergebnisse einfahren! nVidia richtet sich nunmehr an die komplette Unterhaltungselektronik und es sind Züge zu erkennen, dass die Kalifornier bestrebt sind ein eigenes Machtimperium aufzubauen. Bisher läuft alles nach Kurs und es scheint, als würde nVidia einen ganz großen Weg einschlagen. Ob ihnen dabei Steine in den Weg gelegt werden, bleibt abzuwarten. Unserer Meinung nach hat nVidia einen viel zu hohen Stolz, als sich bzw. sein Herz an ein anderes Unternehmen zu verkaufen. Mit einem Wechsel an der Führungsspitze kann sich unsere aufgestellte Theorie aber völlig auf den Kopf stellen. Abwarten.


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