GeForce 8800 offiziell vorgestellt

NvidiaNachdem es in den letzten Wochen und Monaten kaum ein anderes Gesprächsthema als den bevorstehenden Launch der achten GeForce-Generation gab, hat NVIDIA heute die Katze aus dem Sack gelassen und die GeForce 8800 Serie, die in zwei Varianten auf den Markt kommen wird offiziell vorgestellt. Große Überraschungen gibt es vom Launch aber nicht zu vermelden, was auch kein Wunder ist, wurde der G80 in der Vergangenheit schon bis ins kleinste Detail besprochen.

Die neue Speerspitze der Kalifornier bildet die 681 Millionen Transistoren schwere GeForce 8800 GTX, die im 90 nm Prozess bei TSMC gefertigt wird und über sage und schreibe 128 Unified-Shader-Einheiten alias "Steam Prozessoren" verfügt. Zum Vergleich dazu verfügt das aktuelle Spitzenmodell von NVIDIA über nur 32 Shader-Pipelines (24 Pixel- und 8 Vertex Shader), während ATI es mit der Radeon X1950 XTX auf stattliche 56 Einheiten bringt. Getaktet werden die Shader-Units mit 1350 MHz, wobei dies nicht gleichzeitig der Chiptakt ist, der "lediglich" 575 MHz beträgt. Das asynchrone Taktverhältnis ist dabei keine wirkliche Neuerung, da die in Santa Clara ansässige Firma bereits in der Vergangenheit unterschiedliche Teile der GPU mit verschiedenen Frequenzen betrieben hat.

Ebenfalls ordentlich überarbeitet wurde der Speichercontroller des G80, der nun 384-Bit breit ist und nicht mehr 256 bittig wie beim Vorgänger. Ob es darüber hinaus noch Änderungen am Layout gegeben hat, ist momentan noch unklar. Sicher ist nur, dass 900 MHz (1800 MHz) schnelle GDDR3 Speicher mit einer Größe von 768 MiB zum Einsatz kommen. Aufgrund der weitläufigen Verfügbarkeit von GDDR4-Modulen scheint dieser Schritt der Kalifornier zunächst etwas merkwürdig, bedenkt man aber, welche Mengen NVIDIA auf der 8800 GTX verbaut, wird schnell klar, dass die Entscheidung für GDDR3 eine reine Kostenfrage ist; zumal der G80 ohnehin nicht billig sein dürfte.

Ein weiterer Punkt, der bei vielen potentiellen Käufern für Begeisterung sorgen dürfte, ist die Tatsasche, dass die in Santa Clara ansässige Firma das Anti-Aliasing deutlich aufgewertet hat. Während beim zwei- und vier-fachen FSAA alles beim alten - sprich G71-Niveau - bleibt, haben die Kalifornier der GeForce mit 8x und 16x zwei neue Modi spendiert, die nicht nur klasse aussehen, sondern dank der enormen Power des G80 auch tatsächlich in allen Lebenslagen anwendbar sein sollen. Zudem wurde Hand an die High Dynamic Range Implementierung gelegt, so dass diese nun mit 128 bittiger Genauigkeit daherkommt und erstmals auch der Verbund aus FSAA und HDR möglich sein soll, nachdem dieses Feature bisher nur ATI vorenthalten war.

Für den "kleineren" Geldbeutel hält NVIDIA die GeForce 8800 GTS parat, die ebenfalls auf dem G80 basiert, aber deutlich abgespeckt wurde. So verfügt die GTS über "nur" 96 Unified-Shader mit einer Taktung von 1200 MHz. Auch beim Chiptakt musste der kleinere Bruder federn lassen und kommt mit lediglich 500 MHz daher. Selbiges gilt für den Speicher, der zum einen nur mit 800 MHz (1600 MHz) taktet und zum anderen nur eine Texturgröße von 640 MB aufweist. Angebunden ist er an ein 320-Bit breites Speicherinterfache und erreicht resultierend stolze 64 GB/s.

Beiden gemein ist, dass sie HDCP-geeignet sind und wie schon ihre Vorgänger mit zwei Dual-Link DVI-, einem Video-In/Out- und einem HDTV-Ausgang ausgestattet sind. Gleiches gilt für die Dual-Slot Kühlung und die Netzteilempfehlung, die bei 400 Watt bzw. 800 Watt im SLI-Betrieb liegt.


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