Erste GeForce 8 Karten gelistet

NvidiaHeute Nacht haben erste Modelle der GeForce 8 Serie den Weg in die Händlerlisten gefunden und man kann nun - 4 Tage vor dem Launch - die eigentlich sonst so gut gehüteten Spezifikationen ohne Murren ablesen. Überraschenderweise decken sich die Spezifikationen mit denen schon
Anfang Oktober aufgetauchten. Damals behandelten wir die technischen Daten mit großer Unglaubwürdigkeit; speziell mit der Anzahl der Unified-Shaders und deren internem Takt gingen wir nicht konfus. Doch tatsächlich werkeln auf der GeForce 8800 GTX satte 128 Unified-Shader (1350 MHz Taktfrequenz) und ebenfalls noch beträchtliche 96 (1200 MHz Taktfrequenz) auf der 8800 GTS. Es ist also nunmehr nicht zu leugnen, dass es sich beim G80 um einen Unified-Shader Chip handelt. Hätte man uns - und wohl auch zahlreiche andere - vor rund drei Monaten gefragt, ob eine Unified-Shader Architektur zum Einsatz käme, hätten wir dies vehement abgestritten. Es scheint, als hätte nVidia nicht nur uns an der Nase herumgeführt.

Eine ganz andere Frage bleibt, wie viel die 128 bzw. 96 Unified-Shader wert sind. Was bezeichnen die Kalifornier noch als Unified-Shader und was nicht mehr? Man kann schön am Beispiel der Pixel-Shader Einheiten der GeForce 7900 Serie erklären, wie schmall der Grad zwischen Realität und Marketing ist. So wird von den nVidia-Ingenieuren immer gerne propagiert, dass insgesamt 48 Pixel-Shader am Werke sind. Tatsächlich sind es im großteil aller Anwendungen aber nur derer 24. Um auf den G80 zurückzukommen. Eine Antwort wie viel die Unified-Shader tatsächlich wert sind, wird sich wohl erst am 8. November abzeichnen.

Ferner kann man den finalen technischen Eigenschaften entnehmen, dass tatsächlich ein 384- (8800 GTX) bzw. 320-Bit (8800 GTS) Speicherinterface zum Einsatz kommt. Somit steht fest, dass die 8800 GTX tatsächlich wahnwitzige 86.4 GB/s an Bandbreite erreicht. Ihr kleiner Bruder, die 8800 GTS, kommt bekanntlich mit einem 320-Bit Speicherinterface daher, wobei dieses nicht wie bislang vermutet mit 1800 MHz angesprochen wird, sondern mit nur 1600 MHz. Entsprechend beziffert sich ihre Bandbreite auf 64 GB/s, was immer noch ein stolzer Wert ist, wenn man im Hinterkopf hat, dass aktuelle Topkarten sich in etwa in der 50 GB Schwelle aufhalten. Einzig und allein die mit GDDR4 bestückte X1950 XTX bietet schon heute stolze 64 GB/s und kann somit mit der 8800 GTS gleichziehen.

Die Taktraten beim Chip decken sich ebenfalls mit vorangegangenen Quellen. Ergo wird der Chip der 8800 GTX mit 575 MHz frequentiert und der der 8800 GTS mit 500 MHz. Unterdessen findet man in Geizhals die Anzahl der ROPs. Wie viel sie letztendlich über die Leistung des Chips aussagen, muss noch geklärt werden. Jedenfalls besitzt die 8800 GTX 24 und die 8800 GTS nur derer 20. Am Rande sei bemerkt, dass sowohl die GeForce 7900 Serie als auch die Radeon X1900 Serie mit ingesamt 16 ROPs ausgestattet ist.

Neben diesen jetzt noch unaussagekräftigen Informationen zur Leistung, dürfte viel interessanter sein, dass bei Geizhals ein geschätzter Stromverbrauchswert hinterlegt wurde. Dieser beläuft sich bei der 8800 GTS auf 120 Watt und bei der GTX auf 140 Watt. Ist man sich im Klaren, dass die aktuelle 7900 GTX mit ca. 100 Watt geführt wird, weiß man nicht so recht, ob man weinen oder jubeln sollte. Wir geben zu Protokoll, dass der Stromverbrauch des G80 angestiegen ist, jedoch bei weitem nicht so stark, wie bereits befürchtet wurde. Am Ende unseres kleinen Exkurs wäre noch der Preis zu klären, den Geizhals natürlich auch offenbart. So muss man als potentieller 8800 GTS Kunde ca. 450 Euro hinblättern, für eine 8800 GTX werden satte 590 Euro fällig. Insofern ist der Preis doch noch etwas höher, als wir vermuteten (399 und 499 Euro), wobei noch nicht gesagt ist, dass der Preis nicht noch einmal bis zum Launch leicht fällt. Wir werden es im Auge behalten.


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