Intel und nVidia intensivieren Partnerschaft

IntelEine gewisse Freundschaft zwischen Intel und nVidia bahnte sich schon an, nachdem AMD die kanadische Firma ATi-Technologies übernahm. Wenig später hieß es gar teils, dass Intel nVidia gekauft hätte. So schnell ging es dann letztlich doch nicht und heute - zweieinhalb Monate nach dem spektakulären Deal - scheint es, als ob man sich darauf verständigt hätte die bisherige Partnerschaft zu pflegen, womöglich sogar zu intensivieren. Aber der Reihe nach. Schaut man sich den Aktienkurs der kalifornischen Chipschmiede nVidia an, so stellt man unweigerlich fest, dass dieser in letzter Zeit steil nach oben ging. Nicht unbegründet, denn letzte Woche machten sich erneut Spekulationen breit, nach denen Intel angeblich großes Interesse an nVidia bekundet hätte. Reiner Blöff oder ist womöglich - auch wenn Intel und nVidia nur von einer Intensivierung der Partnerschaft sprechen - mehr dahinter?

Fest steht, dass Intel momentan nicht unbedingt auf Schützenhilfe von nVidia angewiesen ist. Gegen AMD schlägt man sich in diesen Tagen spielerisch und schon seit jeher produziert man eigene Chipsätze, die nicht nur sehr stabil sind, sondern oftmals auch noch mit den Features von morgen ausgestattet sind. Insofern wäre es für Intel nicht allzu lukrativ, wenn man mit nVidia im selben Boot säße und womöglich zusammen an den Chipsatzlösungen basteln würde. Spitz könnte man höchstens auf die Grafikkarten-Sparte der Amerikaner sein. Diese hat sich seit Jahren etabliert und trägt mittlerweile weit über die Grenzen Amerikas hinaus einen ruhmvollen Namen - nVidia. Mit dem Kauf neuer 3D-Ingenieure von unter anderem 3DLabs und PowerVR, zeigt man jedoch, dass man lieber selbst das Ruder in die Hand nehmen will. Vielleicht wäre es aber doch nicht so schlecht, sich ins gemachte Nest zu setzen, was man bei nVidia sicherlich bekäme. Schließlich erfordert die Herstellung eines potenten 3D-Chips nicht nur eine Menge an Arbeit, sondern man muss auch das nötige Know-How mitbringen, die Erfahrung.

Zu Letzt sollte geklärt werden, ob es überhaupt Sinn ergäbe für Intel einen potenten 3D-Beschleuniger herzustellen. Denn Tatsache ist, dass Intel mit seinen integrierten Grafiklösungen erstaunliche 50% des Grafikmarktes ausmacht; ATi und nVidia jeweils nur 25%. Sicherlich wäre es schön für Intel dann mit 75% quasi der dominierende Pol - sowohl im CPU- als auch im GPU-Sektor - zu sein. Vorerst scheint es aber, als gäbe sich die in Santa Clara ansässige Firma mit dem zufrieden, was die eigenen Ingenieure in den kommenden Jahren auf die Beine stellen werden. Wer weiß, womöglich knabbern sich die Intelaner so Stück für Stück etwas vom Kuchen ab und können in 5 Jahren ebenfalls - ohne die großen Übernahmekosten - 75% des Grafikmarktes für sich beanspruchen.


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