IDF: Intel konkretisiert Terascale

IntelAuf dem Intel Developer Forum Spring sprach der weltgrößte Prozessorhersteller erst malig von einem Forschungsprojekt namens Tara-Schale, das sich mit der Erforschung und Entwicklung von Multi-Core Prozessoren beschäftigt. Dies aber nicht im Rahmen von zwei, vier oder acht Kernen, sondern von 100 Recheneinheiten und mehr. Derartige Designs sind notwendig, um in Zukunft noch spürbare Leistungssprünge zu erzielen, denn dass man mit der Steigerung der Taktrate bis ins unendliche nicht weiterkommt, haben die Kalifornier ja leidlich erfahren müssen.

In San Fransisco, wo am Wochenende die Herbstausgabe des IDF zu Ende ging, präsentierte Paul Otellini einen ersten Wafer mit Prototypen, die über jeweils 80 Kerne und eine Rechenleistung von einem Teraflop verfügen. Vor etwa zehn Jahren wären dafür etwa noch 5000 Pentium II in 85 Gehäusen notwendig gewesen. Der finale Prozessortakt soll bei Auslieferung circa 3,16 GHz betragen, bei einer Verlustleistung von nur 100 Watt.

Während existierende Designs aus hunderten Millionen von Transistoren bestehen, basieren die Tera-Scale Prozessoren auf so genannten "Tiles", die in einer blockförmigen Matrix angeordnet sind. Jede Einheit (Tile) besteht aus einem kleinen Rechenkern und einem Router, der an ein CPU-internes Netzwerk angeschlossen ist, das für die Kommunikation zu den anderen Prozessoren und dem Hauptspeicher verantwortlich ist. Der 20 MB große Cache wird auf die einzelnen Kerne gestapelt und ist an diese mit einer Bandbreite von einem Terabyte pro Sekunde angebunden.

Da es sich bei den gezeigten Prototypen um Designstudien handelt, die ausschließlich für Forschungszwecke geeignet sind, enthalten sie lediglich einen simplen Befehlssatz, der inkompatibel zu aktuellen Instruktionen ist. Dennoch scheint es so gut wie sicher, dass den Tera-Scale Chips die Zukunft gehört, auch wenn die finalen Prozessoren nicht eins-zu-eins den auf der IDF gezeigten CPUs entsprechen.


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