Erste negative Folgen bei ATi nach Übernahme

AMDObwohl die Zukunft von ATI Chipsätzen für Intel Prozessoren immer noch nicht endgültig entschieden ist, haben die Mainboardproduzenten mit den Kanadiern angeblich schon abgeschlossen. So liest es sich zumindest in einem Bericht der Kollegen von the Inquirer, der sich auf ungenannte Quellen aus Taiwan beruft. Demnach verweigern sowohl große als auch kleine Hersteller den Einsatz der Produkte der Kanadier und greifen lieber zu VIA, SiS und nVIDIA. Grund hierfür sind aber nicht etwa die technischen Spezifikationen, sondern schlicht und ergreifend die Tatsache, dass den Taiwanesen die zukünftige Entwicklung der in Toronto ansässigen Firma momentan noch zu ungewiss ist. Zwar bestätigten die Kartellbehörden in Deutschland und den USA vergangene Woche die Übernahme von ATI durch AMD, aber dennoch weiß niemand so recht, was die "Athlon-Macher" nun genau mit der kanadischen Chipschmiede vorhaben.

Erste Auswirkungen der Akquisition sind auch schon spürbar. Erwartete ATI ursprünglich noch einen Umsatz von rund 660 Millionen US-Dollar für das vierte Quartal 2006, mussten die Kanadier ihre Prognose nun deutlich nach unten korrigieren und gehen "nur" noch von circa 520 Millionen US-Dollar aus. Als Hauptgrund für diese Korrektur nannten die Radeon-Entwickler die deutlich gesunkenen Absatzzahlen bei ihren integrierten Mainboard-Chipsätzen für die Intel Plattform. Zudem sei auch das Handheld-Geschäft erstmals rückläufig. Allerdings seien diese "Rückschläge" nur temporärer Natur, beruhigte ein ATI-Sprecher die Investoren.


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