Künstliche Intelligenz erobert PCs

PhysikKnapp anderthalb Jahre ist es her, da sorgte ein kleines Start-Up Unternehmen namens AGEIA auf der E3 2005 für Aufsehen, denn es präsentierte den ersten dedizierten Chip für die Berechnung von physikalischen Effekten. Anfangs nur müde belächelt, wollen jetzt sogar ATI und nVIDIA entsprechende Lösungen anbieten. Zwar geht man nicht den Weg einer speziell entwickelten Hardware-Lösung, will aber Mithilfe seiner GPUs für die entsprechende Beschleunigung sorgen. Nachdem die Physikberechnung nun ein "alter Hut" ist, gilt es neue Grenzen zu überwinden.

Eine solche Grenze ist die künstliche Intelligenz in Videospielen. Dieser Mammutaufgabe hat sich nun die israelische Firma AIseek verschrieben, die auch schon einen passenden Prozessor in der Entwicklung hat. Der auf den Namen Intia getaufte Chip soll bestimmte Algorithmen bis zu 200 Mal schneller ausführen können, als ein herkömmlicher Hauptprozessor und somit für wesentlich glaubhaftere Computergegner sorgen. Den Beweis, dass ihre Technologie auch außerhalb von Demos läuft, ist AIseek bisher noch schuldig geblieben. Laut einem Firmensprecher arbeitet man momentan aber fieberhaft an der Integration in Videospielen, um zu beweisen, dass es sich um mehr als nur Vaporware handelt. Ob und inwieweit sich eine solche Lösung am Markt überhaupt etablieren lässt, bleibt abzuwarten. Schaut man sich die Entwicklung der Physikbeschleuniger an, so handelt es sich hierbei immer noch um ein Nischenprodukt, das auf seinen Durchbruch wartet, was vor allem an der mangelnden Spieleunterstützung liegt.


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