Intel Xeon D mit 16 Kernen überzeugt

IntelVor rund einem halben Jahr wurde publik, dass Intel bei seiner neuen Server-Reihe Xeon D in der nächsten Ausbaustufe bereits 16-Kern-Varianten anbieten wird. Dies hat sich nun bestätigt und kurz vor der Veröffentlichung sind erste Leistungswerte nach außen gedrungen, die sehr viel versprechend sind und nicht nur ARM-Prozessoren das Fürchten lehren könnten, sondern sogar für hauseigene Konkurrenz sorgen.

Die für Micro-Server, Cloud und Storage optimierten Xeon D-CPUs geben richtig Gas. Mit 16 Kernen und 32 Threads im Gepäck schlagen sie in ersten Vorabtests zwei gestandene Haswell-basierte Xeons mit je 6 Kernen und 12 Threads in neun von zehn Applikationen. Der Xeon D waltet dabei mit seichten Taktfrequenzen von 1,7 bis 2,3 GHz in der Topausführung (Xeon D-1587), während die beiden Xeon E5-2620 v3 mit 2,4 bis 3,2 GHz befeuert werden.

Die Effizienz des Xeon D ist dabei unbeschreiblich: Während die beiden Xeons mit je 85 Watt TDP (Gesamt-TDP: 170 Watt) die Performance nicht erreichten, genehmigt sich der Xeon D lediglich 65 Watt TDP! Damit ist er circa dreimal so effizient wie die Haswell-Xeons, welche bis dato auch als sehr energieeffizient galten. Zwar muss man zugeben, dass die getesteten Applikationen sehr Multi-Threaded waren, aber nichts desto trotz: Hier ist Intel ein großer Wurf gelungen.

Diesen großen Wurf lässt sich Intel dementsprechend auch gut bezahlen. Für die 16 Kerner mit 24 MB L3-Cache verlangen sie circa 600 bis 1.200 US-Dollar. Neben dem Flaggschiff Xeon D-1587 sind noch Varianten mit weniger Takt geplant.
Die Xeon D entpuppen sich dabei als gefährliche Gegenspieler für die noch sehr weit verbreiteten ARM-Server-Prozessoren. Durch regelmäßige Performanceupdates sind diese zwar nach wie vor auch sehr schnell und effizient, kommen aber gerade in puncto Standards nicht nach.


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