Neuer Prozessor, neues Windows

Microsoftber den hauseigenen Blog informierte Microsoft-Mann Terry Myerson vor wenigen Tagen darüber, dass eine neue Prozessorgeneration auch ein neues Windows benötige. Somit wird nicht nur mehr die DirectX-Schnittstelle an ein Windows-Betriebssystem gekoppelt, sondern nur mehr auch die zum Einsatz kommende Prozessorgeneration.

Konkrete Auswirkungen lassen sich bereits heute zeichnen: Die aktuell 6. Intel-Prozessorgeneration, Skylake, wird von Windows 7 und 8.1 nur noch bis zum 17. Juli 2017 unterstützt, also rund eineinhalb Jahre. Dann wird es keinen Support mehr geben, sofern sich unter dem Chassis ein Intel-Skylake-Prozessor befindet.

Überdies hat Microsoft bereits angekündigt, die nächste Intel-Generation, Kaby Lake, von vornherein an Windows 10 zu koppeln. Auch die anderen Prozessorhersteller stehen unter Beschuss: AMDs Bristol Ridge und Qualcomns 8996-SoC mit dem Snapdragon 820 werden ebenfalls Windows 10-only sein.

Microsoft begründet die einschneidenden Maßnahmen damit, dass der Programmieraufwand sehr hoch sei, neue Prozessoren immer auch wieder auf ältere Betriebssysteme abzustimmen. Kritiker vermuten hier hinter jedoch vielmehr eine perfide Strategie, um Nutzer neuer Hardware an die neueste Windows-Version zu binden.

Erfahrungsgemäß können Microsofts Support-Pläne immer mal wieder auch korrigiert werden. Sollte sich hier großer medialer Druck abzeichnen, ist stark davon auszugehen, dass Microsoft seine Support-Strategie noch einmal überdenken wird.


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