Intel Skylake Core i7-6700K und Core i5-6600K offiziell

IntelIntel nutzte diese Woche die Bühne der Games Convention in Köln, um seine neue Prozessorgeneration Skylake zu präsentieren. Die Modelle Core i7-6700K und Core i5-6600K haben dabei den Anfang gemacht. Die an Desktop-Nutzer gerichteten Prozessoren eignen sich durch ihren nach oben hin offenen Multiplikator besonders gut zum Übertakten und sind daher vor allem in der Gaming-Szene sehr populär.

Intel Skylake - Technische Hintergründe zum IDF


Die in Köln gezeigten Modelle wurden inzwischen schon von mehreren Redaktionen begutachtet und getestet. Technische Hintergründe fehlen zumeist noch, da Intel diese erst im Rahmen der offiziellen Präsentation am IDF thematisieren möchte. Nichts desto trotz lässt sich bereits jetzt ein sehr gutes Bild über die neue Prozessorgeneration machen und grobe technische Eckdaten wie Takt und Caches sind ebenfalls publik.

Beide Prozessoren werden wie schon Broadwell in 14 Nanometer gefertigt. Die Anzahl der Kerne ist bei beiden mit vier im Vergleich zur Vorgängergeneration unverändert geblieben. Auch dass der Core i7 im Vergleich zum Core i5 über SMT verfügt, hat sich nicht geändert, so dass der Core i7-6700K insgesamt acht Threads bearbeiten kann, während der Core i5-6600K nur vier.

Die Taktraten orientieren sich grob auch an der Vorgängergeneration. Ohne Turbo sind es beim Core i5-6600K 3,5 GHz und beim Core i7-6700K 4,0 GHz. Mit Turbo erhöhen sich die Taktraten auf bis zu 3,9 respektive 4,2 GHz. Der L2-Cache ist wie gehabt mit 256 KB pro Kern bemessen; der L3-Cache beträgt 6 respektive 8 MB.

Intel Skylake setzt sich hauchdünn in Benchmarks durch


Erste Benchmarks offenbaren, dass der Core i7-6700K den Core i7-4790K als schnellsten Vierkerner ablöst. Am Ende sind es meist nur ein oder zwei Prozent, die die beiden Modelle voneinander trennen, aber ein kleiner Vorsprung ist da. Bedenkt man, dass der Haswell-Prozessor bei aktiviertem Turbo mit je nach Ausnutzung der Kerne 200 bis 400 MHz schneller unterwegs ist als der neue Skylake-Prozessor, ist zu konstatieren, dass sich die Pro/MHz-Leistung um 5 bis 10 Prozent erhöht hat.

Intel Skylake ein Effizienz-Monster zu fairen Preisen


Skylakes Stärken liegen momentan aber noch nicht bei der reinen (End)Performance, sondern in der Effizienz. Zwar ist die Performance unterm Strich nur marginal höher als bei der bisherigen Prozessorgeneration, jedoch konsumiert Skylake hierbei insbesondere unter Last signifikant weniger Energie. Erste Magazine resultieren Effizienzvorteile von bis zu 30 Prozent.

Intel führt beide Prozessoren zu fairen Preisen ein. Den Intel Core i5-6600K mit 243 US-Dollar, den Core i7-6700K mit 350 US-Dollar. Hierzulande bedeutet dies Preise ab 250 respektive 360 Euro. Dabei sind die Prozessoren auch schon gut verfügbar. Besonderes Interesse regt der kleinere Core i5-6600K, da er über ein besseres Preis/Leistungsverhältnis verfügt und zugleich dank geringerer Versorgungsspannung noch einmal erheblich weniger Energie verbraucht als der große Bruder.
Zusätzlich zum neuen Prozessor muss aber auch ein neues Mainboard mit Sockel LGA1151 und einem der neuen Chipsätze angeschafft werden. Zudem kann Skylake ausschließlich mit neuerem DDR4-Speicher umgehen.

Insgesamt ist Intel mit Skylake ein großer Wurf gelungen, besonders wenn man bedenkt, dass die CPU nicht primär im Desktop-Segment neue Rekorde aufstellen soll, sondern insbesondere die neuen Märkte bedienen soll, bei denen die Effizienz weitaus wichtiger ist als die reine Performance. AMD gerät einmal mehr unter Zugzwang.


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