Nvidias Maxwell-Nachfolger Pascal und Volta

NvidiaNvidia-CEO Huang hat im Rahmen der diesjährigen GTC neue Details über die kommenden Grafikkartengeneration verraten, die die derzeit laufende Maxwell-Architektur beerben werden. 2016 soll Pascal Marktreife erlangen, Ende 2017 wird schon mit Volta gerechnet - so die Codenamen der neuen Grafikkarten-Architekturen.

Wie Huang verriet, soll die Pascal-GPU gerade im professionellen Bereich wieder punkten können, da sich die Double Precision-Leistung erheblich steigern soll. Diese war bei Maxwell mehr oder minder "eingeschlafen". Selbst das vor Kurzem vorgestellte Topmodell GTX Titan X bietet lediglich 0,2 Teraflops bei wohl gemerkt 7 Teraflops Single-Precision-Leistung auf. Darüber hinaus soll Maxwell das Problem der Speicherbeschränkung auf maximal 12 GB lösen. Es seien bis zu 32 GB VRAM geplant. Gleichzeitig soll die Speicherbandbreite dank des Einsatzes von HMC oder HBM statt GDDR5 von derzeit rund 300 GB/s auf circa 750 GB/s ansteigen.

Zudem verspricht Nvidia für Pascal erhebliche Verbesserungen bei der Leistung pro Watt. Dafür dürfte neben Architekturverbesserungen allen voran die neue 14 statt 28 Nanometer-Fertigung sorgen, die den wohl gewaltigsten Sprung in der Grafikkarten-Geschichte darstellt, nachdem die "Zwischenschritte" 22 oder 20 Nanometer schlichtweg außen vor gelassen wurden.

Am Horizont, anvisiert für Ende 2016, steht Volta. Hier soll sich die theoretisch maximale Speicherbestückung noch einmal auf 64 GB verdoppeln. Diese irrsinnigen Speicherkapazitäten werden - dies sei noch einmal klar betont - ausschließlich für den professionellen Bereich benötigt. Desktop-Grafikkarten mit 64 GB VRAM werden auch Ende 2016 aller Voraussicht nach nicht im Handel verkauft werden und in Spielen einen Mehrwert bringen. Parallel zu neuen Dimensionen bei der Speichergröße, soll es auch neue Dimensionen bei der Speicherbandbreite geben. Hier werden bei Volta etwa 900 GB/s anvisiert.

Kurzum lässt sich festhalten, dass der Grafikkartenmarkt bei Nvidia in den nächsten beiden Jahren alles andere als still stehen wird. Im Gegenteil: Es dürften viele neue, signifikant schnellere Grafikkarten den Markt erreichen und Spieleentwicklern völlig neue Möglichkeiten eröffnen.


Kommentar schreiben

  • Loggen Sie sich oben mit ihren Benutzerdaten ein, um Kommentare zu verfassen.
  • Falls Sie noch kein Mitglied sind, können Sie sich in unserem Forum registrieren.

0 Kommentare