Intel stellt Broadwell-SoC Xeon D vor

IntelIntels neue Prozessorfamilie Xeon D ist offiziell. Das kalifornische Unternehmen hat vor wenigen Tagen den Startschuss für seine neue Serie gesetzt, die sich oberhalb des Atom C (Avoton, 22 nm) positioniert und je nach Ausstattung mit zwei bis acht in 14 Nanometer gefertigten Broadwell-SoCs ausgestattet ist.

Der Xeon D adressiert, wie der Name bereits vermuten lässt, den Server-Markt. Anders als die klassische Xeon-Reihe ist er mit sehr kleinen Ausmaßen und Leistungsaufnahme für den Einsatz in Cloud-, Micro-, Netzwerk- und Storage-Servern prädestiniert. Trotzdem kommt klassische Haswell- bzw- Broadwell-Technologie zum Einsatz. Angefangen von der Virtualisierungstechnologie bis hin zu AVX 2.0 und AES. Zusätzlich wird RAS geboten.

Darüber hinaus wird der Xeon D sowohl mit DDR3L- als auch mit DDR4L-Speicher umgehen können, wobei maximal DDR3L-1600 und DDR4L-2133 offiziell unterstützt werden. Für den PCI-Express-Port sieht Intel 32 Lanes vor, wobei davon 24 den neuesten Standard 3.0 beherrschen und auch bereits die erweiterte Fehlerkorrektur inklusive ECRC und AER unterstützen. Zudem werden zwei 10 Gbit-Ethernet-Anschlüsse geboten.

Intel erzielt gegenüber der klassischen Xeon-Reihe Verbrauchsvorteile durch einen kleineren L3-Cache sowie geringere Taktfrequenzen und in der Folge geringere Spannungen. Konkret gibt man für den Xeon D einen TDP-Bereich von 20 bis 45 Watt an. Zum Start präsentiert man mit dem Xeon D-1520 sowie Xeon D-1540 vorläufig nur zwei Modelle, die sich beide mit 45 Watt am oberen Ende der TDP-Spanne einreihen und primär als Microserver angedacht sind. Dabei sind sie mit vier und acht Rechenkernen sowie Taktfrequenzen von bis zu 2,6 GHz pro Kern ausgestattet. Die Preise setzt Intel mit 199 und 581 US-Dollar an.

Nach eigenen Angaben sollen schon mehr als fünfzig Designs von Partnern in der Mache sein. In der zweiten Jahreshälfte sollen zu den beiden Modelle auch kleinere Modelle mit weniger Kernen und Takt folgen, die dann auch den Cloud-, Netzwerk- und Storage-Bereich im Zeichen des Internets der Dinge bedienen sollen.


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