Vulkan fordert Mantle und DirectX heraus

GrafikkartenNeuer Name, neues Glück. Die Khronos Group hat im Rahmen der Game Developers Conference (GDC) den "Quasi-"Nachfolger für die offene Grafikschnittstelle OpenGL angekündigt: Vulkan. Bislang wurde sie unter der Bezeichnung glNext entwickelt und soll wie AMDs Mantle und Microsofts DirectX 12 durch Reduzierung von Treiber-Overhead die Performance steigern.

Die Khronos Group wirbt bei Vulkan damit, dass es im Gegensatz zu DirectX und Mantle eine offene Multi-Plattform-API sein, die sowohl im Smartphone als auch im High-End-Desktop Verwendung finden kann. Zudem verspricht sie, dass sich die Programmierung für Entwickler vereinfache und man mehr Kontrolle über zum Beispiel die Speicherverwaltung und das Thread-Management erhalten würde. Im absoluten Fokus steht aber auch wie bei DirectX und Mantle die Reduzierung des Treiber-Overheads und die damit erzielbaren Leistungssprünge.

Zeitlich hinkt Vulkan den beiden Konkurrenten etwas hinterher. Während Mantle schon Fuß am Markt gefasst hat und DirectX 12 Ende des Jahres zusammen mit Windows 10 erwartet wird, bleibt bei Vulkan fraglich, ob bis dahin die Spezifikationen finalisiert sind. Trotz der hohen Konkurrenz hat es die Khronos Group vorab geschafft, Branchengrößen wie AMD, Apple, ARM, EA, Intel, Nvidia, Oculur VR, Qualcomn, Samsung und Valve zu überzeugen und in die Entwicklung mit einzubinden.

Interessant ist im übrigen, dass OpenGL und OpenGL ES weiter bestehen sollen und auch weiter entwickelt werden sollen. Man argument, dass OpenGL für bestimmte Zwecke besser geeignet sei als Vulkan.


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