Ausverkauf bei 3DLabs geht weiter

IntelNachdem wir gestern ausführlich über Intels Einkaufstour bei 3DLabs berichtet haben, scheint nunmehr nicht nur der weltgrößte Prozessorhersteller gefallen an den Mitarbeitern der britischen Chipschmiede gefunden zu haben, sondern auch NVIDIA hat ein Auge auf die Workstationspezialisten geworfen. Während sich die Väter des Pentiums aber noch mit einer offiziellen Stellungnahme zurückhalten, betätigten die Kalifornier heute in einer Telefonkonferenz, dass sie sich ebenfalls einige Ex-Ingenieure von 3DLabs einverleibt haben.

Die Gründe für diesen Schritt liegen auf der Hand, denn wann hat man schon mal die Möglichkeit, günstig an erfahrene Entwickler von hoch integrierten Grafikchips zu kommen. Da jene Spezies nicht gerade auf Bäumen wachsen, sondern eher handverlesen und damit zumeist auch schon gebunden sind, wenn es sich nicht gerade um Diplomanten handelt, die noch grün hinter den Ohren sind, mussten die Amerikaner blitzschnell zuschlagen. Abseits davon musste NVIDIA sowieso aktiv werden, denn da die Chancen von Intel übernommen zu werden, nach der Einkaufstour von Paul Otellini und Co. gegen Null gehen, droht die in Santa Clara ansässigen Firma von den entstehenden Riesen ATI/AMD und Intel/3DLabs zerrieben zu werden. Ohne einen starken Partner bzw. die Bündelung der eigenen Kräfte könnte den Kaliforniern langfristig dasselbe Schicksal ereilen, wie seinerseits 3DFx.


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