WLAN-Router - welcher Router ist der Beste?

InternetDie Anforderungen an einen WLAN-Router unterliegen auch im privaten Bereich einem ständigen Wachstum, denn in vielen Privathaushalten werden die Router sowohl für die High-Speed-Internetanbindung, für die Übertragung von Daten-Backups in die Cloud und auf weitere Geräte im Heimnetzwerk, für das Spielen im Internet als auch für das Streaming von HD-Filmen eingesetzt. Sehr schnell kann ein veralteter Router mit derartig hohen Datenmengen überfordert werden und es kommt zu einem Datenstau im heimischen WLAN-Netzwerk.

Sollte ein Router nicht den aktuellen Standards entsprechen und bereits einige Jahre auf dem Buckel haben, ist es generell anzuraten, sich nach einem aktuellen Gerät umzuschauen. Denn nur ein WLAN-Router mit zeitgemäßer Technik ermöglicht auch wirklich alle Vorzüge des High-Speed-Internets und eine reibungslose Übertragung von großen Datenmengen.

Doch worauf sollte man beim Kauf von einem WLAN-Router unbedingt achten? Wir möchten in diesem Ratgeber die wichtigsten Aspekte für den Kauf von einem guten Router für den Heimgebrauch durchleuchten und somit bei der Kaufentscheidung behilflich sein.




Ein Wort zu den heiß umworbenen AC-Routern


Derzeit werden überall immer mehr Stimmen laut, welche die sogenannten AC-Router lobpreisen. Doch muss zu diesen neuen WLAN-Routern mit AC-Technologie grundsätzlich gesagt werden, dass sich die Anschaffung eines derartigen Geräts nur lohnt, wenn auch der WLAN-Klient, also der Rechner, die Ac-Übertragung ermöglicht! Ist dies nicht der Fall, so schaltet der Router automatisch wieder auf den bisher üblichen N-Standard der Funkübertragung zurück und der beste AC-Router bringt rein gar nichts.

Zudem haben Tests aufgezeigt, dass diese Router nur auf kurze Distanzen eine schnellere Übertragung bieten. Ob sich nun der Kauf von einem AC-Router tatsächlich lohnt, kann nur jeder Computernutzer selbst entscheiden.




Eine ideale Übertragungsgeschwindigkeit auch bei größeren Entfernungen


Vor allem bei einem WLAN-Router, der in einem Einfamilienwohnhaus oder in einer größeren Wohnung eingesetzt wird, ist es sehr wichtig, dass das Gerät auch bei größeren Entfernungen zwischen Router und Klient (Computer, Tablet oder Fernseher) eine schnelle Übertragung ermöglicht.

Die meisten günstigen Standardrouter bieten auf kurze Distanzen zufriedenstellende Übertragungsgeschwindigkeiten, die Unterschiede zu den hochwertigen und teuren Routern zeigen sich jedoch häufig, wenn der Klient etwas weiter vom Router entfernt ist.

Bei WLAN ist natürlich die ideale Mobilität im Eigenheim wichtig und wird diese nicht gewährleistet, stellt sich die Frage, warum man nicht gleich auf eine kabelgebundene Internetverbindung zurückgreifen soll. Daher ist es ratsam, beim Kauf von einem Router darauf zu achten, dass auch bei größeren Entfernungen gute Übertragungsraten gewährleistet werden.



Sicherheit wird bei WLAN groß geschrieben!



Um das eigene WLAN-Netzwerk vor unbefugter Nutzung zu schützen, ist ein zeitgemäßer Sicherheitsstandard bei einem WLAN-Router von hoher Wichtigkeit! Der Router muss unbedingt mit der aktuellen Verschlüsselungstechnik WPA2 arbeiten, denn alte Verschlüsselungen, wie beispielsweise WEP, können selbst von unbegabten Hackern binnen weniger Minuten problemlos geknackt werden.

Es ist zudem wünschenswert, dass der neue Router einen Sicherheitsassistenten anbietet, der dem Nutzer dabei behilflich ist, das Heimnetzerwerk professionell abzusichern. Auch sogenannten Zugrifffilter sind bei einem WLAN-Router heute wünschenswert, denn mit deren Hilfe können nur Geräte über den Router auf das Internet zugreifen, deren SNID manuell in der Konfigurationssoftware des Routers freigeschaltet wurden. Zu guter Letzt muss ein Router natürlich auch eine Firewall bieten, welche das Netzwerk von Angriffen aus dem Internet schützt.



Teurer Router oder günstiges Einsteigermodell?


Die Preisunterschiede bei aktuellen Routermodellen sind teilweise enorm und je nach Budget kommt natürlich ein teures oder ein günstigeres Modell in Frage. Grundsätzlich bieten auch die günstigen Router unter 100 € eine recht akzeptable Übertragungsgeschwindigkeit auf kurze Distanz. Auch der Sicherheitsstandard ist bei den aktuellen Routern der unteren Preissektion annehmbar. 

Die klaren Unterschiede zu den teuren Modellen zeigen sich, wie bereits erwähnt, in der hohen Übertragungsgeschwindigkeit bei größeren Entfernungen und auch in der Sonderausstattung der Router. So bieten die teuren Modelle zumeist mindestens einen USB-Port, mit dessen Hilfe ein Drucker oder auch eine externe Festplatte in das WLAN-Netzwerk integriert werden kann. Wer also Wert auf eine gute Ausstattung bei seinem Router legt und verschiedene USB-Geräte ins Netzwerk integrieren möchte, wird wohl etwas mehr für seinen Router ausgeben müssen.



Fazit zum Thema Kauf von einem WLAN-Router


Generell hängt die Kaufentscheidung bezüglich der WLAN-Router von der gewünschten Übertragungsrate, der maximalen Entfernung zwischen den Geräten, vom Sicherheitsstandard und auch von der individuellen Nutzung des Routers bezüglich des Umfangs eines WLAN-Netzwerks ab.

Daher sollte sich der Computernutzer noch vor dem Kauf eines Routers die entsprechenden Fragen in Bezug auf die gewünschte technische Ausstattung des Routers stellen und danach verschiedene Modelle miteinander vergleicht. Webseiten wie www.routertest.com gehen genau auf diese Aspekte ein. Auf diesem Weg lässt sich sehr gut ermitteln, ob ein bestimmter Router den persönlichen Anforderungen entspricht oder nicht.

Schauen Sie sich passend zu diesem Thema auch unseren Artikel über die W-Lan Repeater an.


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2 Kommentare

2.) rizawi 07.05.2014 - 19:59 Uhr
Und da man hier seinen Beitrag nur 3s bearbeiten kann noch was:
Alle gängigen Router die nach 2010 wenn nicht noch eher released wurden, haben WPA2 und damit von 0-∞€ Preisspanne erst mal die Gleichen Sicherheitsvoraussetungen. Das WPA2 ohne den Einfluss des Besitzers mal ebend geknackt werden kann, wär mir neu, aber wer paranoid ist kann gern die MAC Adressen der zugelassenen Clients selbst festlegen.
Was das Portmanagement des Inetanschlusses und die mögliche Hardwarefirewall nach aussen angeht, ist eine andere Geschichte, hat aber mit dem WLAN nix zu tun.

Alle Einstellungsmöglichkeiten sind übrigens auch meist keine Frage der Routerhardware, sondern der Software und die ist keine direkte Frage des Preises, sondern des Herstellers und eventuell der Beliebtheit des selbigen. Für Fritzboxen gibt es dank deren Eier legender Wollmilchsäue einige externe Alternativen, aber Hans Wurst sollte lieber einen Fragen der sich auskennt welche OS Oberfläche Noobsicher ist und beim Routerstandard bleiben, statt Mist zu bauen. Aus eigener Erfahrung kann ich da gegen AVM nichts schlechtes sagen und auch nicht über Thomson.

Abschliessend muss ich feststellen das der Artikel das Alte Dogma das Teuer gut ist mit dem Vorschlaghammer an die Webseitenwand nagelt, obwohl mindestens seit den 90ern für EDV gilt, das das totaler Bullshit ist.
1.) rizawi 07.05.2014 - 19:37 Uhr
Also nichts für Ungut, aber der Preis eines Routers sagt rein gar nichts über Reichweite und Geschwindigkeit des WLANs aus, vor allem auch in Zusammenhang mit sagen wir mal 10 20 Client-PCs die rein theoretisch alle zur gleichen Zeit was wollen oder schlimmer 10 20 Nachbarn in ner Neubauwohnung die auch WLAN haben, weil 99,9% der Bevölkerung in der 1. Welt hohl sind wie ein Abflussrohr und auch wenn der Router neben dem Hauptrechner steht WLAN nehmen.

Die bessere Empfehlung ist wenn man hohe Distanzen überbrücken will, sich einen ordentlichen Stick mit Coax Anschluss zu holen und da eine Richtfunk-Antenne dran zu hängen, Wenn deren Funkschema eine Keule ist, sollte man die dann auch ausrichten. Wenn man gar mehr als 200m funken will, kann man dann über einen Router mit Coaxanschluss nachdenken und über eine Stabantenne an günstigster Stelle. Das alles bewegt sich dann in einem 200€ Rahmen, aber eine 200€ Fritzbox funkt nicht automatisch weiter als eine 50€ Fritzbox, die haben im dümmsten Fall das gleiche WLAN Modul verbaut...

Was die Datenrate angeht ist WLAN dem Router mal ziemlich Wumpe, ich hab in meinem Leben noch nie gehört, das jemand einen Router mit Uploads und Downloads per WLAN lahmgelegt hat im Heimnetzwerk. Internet ist mit 10Mbit am Maximum des Sinnes und Verstandes für Privat User und das kann WLAN Standard G auf 30m durch 3 Wände ohne Hilfsmittel, wenn man nicht grad Metallschrott in den Wänden verbaut hat....
Wenn man Daten überträgt, zocken will, Illegal BluRay saugt mit 100mbit oder allgemein die Distanz unter 50m ist, legt man LAN Kabel, einfach weil es sicherer und in Speed und Ping schneller ist. WLAN ist eine Notlösung für Wohnungen in denen man 0 Chance hat Kabel zu verlegen und für mobile Geräte auf kurze Distanz. Wer einen Webserver über WLAN anbindet oder seinen Router auf den Dachboden stellt um sich dann über schlechten Empfang im Keller zu beschweren, gehört direkt verhauen.
Ich selbst wohne in einem Haus des 17 Jhderts mit Wänden und Räumen voll WLAN feindlichem Material und ich komme mit einer Fritzbox und einem 30€ N-Standard Stick formidabel zurecht über die maximale Distanz im Haus die möglich ist, durch 5 ca. 40cm dicke Wände und Böden. Mit einer Richtfunkantenne am Client hab ich sogar vollen Empfang in WLAN Standard g.

Wer jetzt in seiner Mietwohnung in einem 20 Geschosser auf 10m durch eine Wand Probleme kriegt, sollte mal eine Netzwerkdiagnose machen und eventuell den Kanal wechseln, wenn schon 10 Leute im Umkreis auf Kanal 1 hängen. Jeder Kanal hat 5Mhz Abstand, 20Mhz Distanz sollte man haben, also Kanal 5. Ist der auch schon voll Traffic, wird es Kanal 10. Alternativ kann es schon helfen auf einen Kanal zu gehen auf und um den weniger Traffic herrscht und auch nicht grad mit dem 100€ Telefon von Aldi zu testen. Der Client hat nämlich meist einen deutlich negativeren Einfluss auf die Funkverbindung als der Router.

Ach und ganz am Rande, es gibt für 10 20€ WLAN Repeater, die wirken Wunder...