Nvidia kündigt Maxwell-Nachfolger Pascal an

NvidiaNvidia nutzte die derzeit laufende GPU Technology Conference nicht nur, um mit der GTX Titan Z ein neues Flaggschiff zu präsentieren, sondern auch, um einen Ausblick zu geben, was nach Maxwell folgen wird. Unter dem Motto „Let us show the world what is next“ führte Nvidia-CEO Jen-Hsun Huang durch die Keynote.

Maxwell noch in Kinderschuhen, Pascal am Horizont


Maxwell ist der Codename Nvidias neuester GPU-Architektur. Bislang gibt es nur einen Maxwell-Chip im Handel und dieser ist - ein Novum für eine neue Generation - nicht im High-End-Segment zu finden, sondern reiht sich zwischen Low-Cost und Mid-End ein und wird konkret bei den Desktop-Grafikkarten GTX 750 und GTX 750 Ti sowie den Mobil-Grafikkarten GT 830M und GT 840Meingesetzt.
Es sollen im Laufe des Jahres weitere Maxwell-Chips im 20 Nanometer-Verfahren folgen, die dann Kepler in allen Marktsegmenten ersetzen sollen.

Obwohl Nvidias neue Architektur also noch quasi in den Kinderschuhen steckt, ließ Huang es sich nicht nehmen, bereits jetzt einige Details über den Nachfolger, Codename: Pascal (ehemals Volta), zu verraten, den Nvidia für das Jahr 2016 anvisiert.
Die beiden Schlüssel-Features der kommenden Grafikkartengeneration lauten dabei 3D Memory sowie NVLINK.

3D Memory


Unter der Bezeichnung 3D Memory versteckt Nvidia den so genannten Stacked DRAM, der schon vor einiger Zeit durchgesickert war. Bei dieser neuartigen Technologie wird der Grafikspeicher auf mehreren Ebenen direkt auf dem GPU-Die angeordnet. Durch die mehreren Ebenen wird keine zusätzliche Fläche verschenkt (man könnte spielerisch den Speicherbus verdoppeln) und die direkte Anbindung des Speichers am GPU-Die durch so genannte Through Silicon Vias (TSVs) reduziert die Zugriffszeit.
Beides führt dazu, dass man die Speicherkapazität und -bandbreite um den Faktor 2,5 gegenüber heutigen Grafikkarten steigern kann, womit Pascal mit derzeit noch wahnsinnig klingenden Eckdaten wie 15 GB Texturspeicher bei 1.000 GB/s Speicherbandbreite um die Ecke kommen könnte.

NVLINK mit Unified-Memory


NVLINK verbessert den Datenaustausch zwischen GPU und CPU, indem nicht mehr über den PCI-Express-Port mit einer Bandbreite von 16 GB/s kommuniziert werden muss. Man verspricht laut eigenen Angaben eine fünf bis zwölf mal schnellere Kommunikation, womit man bei 80 bis 192 GB/s landen würde. Diese wird allerdings momentan von Spielen noch nicht im Ansatz erfordert, wenn nur eine Grafikkarte im Betrieb ist, insofern beugt man hier eher einem möglichen Flaschenhals vor, der bis 2016 - dem Erscheinungsjahr Pascals - entstanden sein könnte bzw. rüstet sich vor Multi-GPU-Konfigurationen.

Ebenfalls unter der Bezeichnung NVLINK ist der so genannte Unified-Memory geführt. Hiermit ist gemeint, dass sich GPU und CPU demnächst einen gemeinsamen Speicher teilen werden. Einen vergleichbaren Ansatz stellt AMDs bereits vorgestellte hUMA-Technologie dar.
NVLINK soll insbesondere im Profi-Segment Einzug halten, da sich hier ein schnellerer Datenaustausch zwischen GPU und CPU sowie mehreren GPUs in der resultierenden Performance am besten widerspiegeln kann.


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1 Kommentar

1.) TRANSPORTER 26.03.2014 - 22:25 Uhr
Ob sich diese neue Schnittstelle gegen PCIe 3 durchsetzen wage ich zu bezweifeln, da ist NV einfach zu klein. Wünschenswert ist es alle mal, da die Übertragungsraten nicht an den von RAM rankommen.

Zu dem Thema hUMA bzw. Unyfied-Memory:

Das ist eine geniale Technologie wenn sie denn reibungslos funktioniert. Wenn ich jetzt eine Dual GPU wie z.B. die Geforce Titan Z hätte wo 2x6 GB Vram installiert sind, kann man wenn dies auch Unyfied-Memory ist sagen, dass sich alle CUDA-Einheiten einen großen Vram von 12 GB sehen? Bei Arbeitsspeicher kann ich doch auch einen Riegel mehr rein bauen und dieser steht allen Kernen zu verfügung. Mit dieser Technologie sollten doch die Mikroruckeler die es bei einer Dual-GPU Karte gibt doch deutlich reduziert werden oder?

Grüße,

TRANSPORTER