Große Nachfrage bei neuen Domainendungen

InternetIm November letzten Jahres sind die neuen Domainendungen veröffentlicht worden, im Februar folgte der Live-Start für den Massenmarkt. Besonders Online-Shops zeigen großes Interesse an der neuen Endung, die die Web-Adresse noch intuitiver machen soll.

Domains als Handelsware?


Domaininhaber, die regelmäßig Domains bei checkdomain.de verkaufen, könnten in diesem Frühjahr das große Geschäft wittern – frühzeitige Reservierung vorausgesetzt. Alleine die Endung .shop war bereits im November rund 130.000 mal vorbestellt, insgesamt entfielen weit über eine Million Reservierungen auf die neuen Domains. Und das alleine in Deutschland. Der URL-Handel wird damit zu neuem Leben erweckt; Internet-Pioniere erinnern sich an längst vergangene Zeiten, in denen die beliebtesten Top Level Domains (TLD) zu teils astronomischen Preisen verkauft wurden.

Regionale Domainendungen


Ganz so teuer dürfte es dieses Mal allerdings nicht werden. Die Nachfrage ist zwar groß, das Angebot aber ebenfalls. Neben Funktions-Endungen wie .shop oder .app stehen auch regionale URLs hoch im Kurs. So kamen .bayern und .berlin gemeinsam auf beinahe 100.000 Vorbestellungen, die recht allgemein klingende Endung .web erreichte diesen Wert ebenfalls. Zweck der neuen Endungen ist es, den Charakter aller Websites durch die Endung eindeutig zu definieren. Web-Surfer bekommen dadurch schon bei den Suchmaschinenergebnissen einen Vorgeschmack auf die jeweiligen Seiten.

Es geht ins Detail


Immobilienunternehmen können künftig unter der Endung .estate (im deutschen auch unter .immo) auftreten, Kamera-Onlineshops unter .camera. Selbst Unternehmensformen wie .gmbh können durch die Endungen abgebildet werden. Kritiker befürchten angesichts der Flut an neuen Top Level Domains jedoch, dass die Übersicht im Web darunter leiden könnte. Hinzu kommt, dass viele TLDs recht allgemein gehalten sind und keinen Aufschluss darüber geben, was sich dahinter verbirgt. Endungen für Städtenamen sind recht eindeutig, Firmennamen wie .edeka oder .bmw ebenfalls, doch bei .love oder.lol wird es schon schwierig mit der Interpretation.

Die Branche profitiert


Unabhängig davon, wie die neuen Endungen sich am Ende im Alltag machen werden, dürfen Serverhersteller und Webhoster schon jetzt als Gewinner bezeichnet werden. Nicht ohne Grund legt etwa AMD schon länger den Fokus auf Server, die neuen 64-Bit-ARM-Prozessoren sind das jüngste Beispiel dafür. Auch für die Internet-Adressverwaltung Icann sind die Endungen ein lukratives Geschäft; durch Reservierungsanträge hatte die Organisation schon Mitte 2012 rund 350 Millionen Dollar eingenommen.


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