Intel bittet ATI um Hilfe

IntelKnapp ein Jahr ist es her, da erhob AMD gegen Intel schwere Vorwürfe, die sogar soweit gingen, dass die in Sunnyvale ansässige Firma den weltgrößten Prozessorhersteller vor Gericht bestellen ließ. Stein des Anstoßes war und ist der Vorwurf, dass die Truppe rund um Paul Otellini ihre marktbeherrschende Stellung ausgenutzt hätte, um andere Hersteller dazu zu drängen, keine Athlon-Prozessoren zu verbauen. Um die verantwortlichen Richter auf ihre Seite zu ziehen, ließ AMD mehrere IT-Firmen als Zeugen aussagen, die die Version der Kalifornier bestätigten.

Natürlich konnte und wollte sich Intel nicht so einfach lumpen lassen und beantragte seinerseits, dass ATI in den Zeugenstand geladen wird. Ein Schelm wer jetzt Böses denkt, aber was Intel mit diesem Schritt bezwecken will, ist wohl mehr als offensichtlich, denn durch das Übernahmeangebot von AMD sind die Väter des Athlon selber ins Visier der Kartellbeamten geraten und stehen unter besonderer Beobachtung. Intel erhofft sich nun, dass während der Befragung der kanadischen Chipschmiede pikante Details an die Oberfläche gelangen, die vom eigentlichen Prozess ablenken und AMD ins Licht der Öffentlichkeit rücken lassen.


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