Mobile Banking und Payment immer beliebter

SmartphonesMit der immer weiter steigenden Verbreitung von Smartphones und Tablets ist auch der E-Commerce einem Wandel unterworfen: Aktuelle Zahlen zeigen, dass die Bereitschaft zu Mobile Banking und Payment bei Verbrauchern in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat. Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht abzusehen – viele Finanzinstitute beobachten weiterhin einen massiven Anstieg bei den Benutzerzahlen ihrer mobilen Angebote.

Studie belegt deutliches Wachstum im Mobile Payment Sektor


Zwei namhafte Großbanken gaben zuletzt an, dass sich die Zahl der mobilen Zugriffe allein in den letzten drei Jahren um ganze 1.300 Prozent erhöht hat. Eine aktuelle Studie aus den Niederlanden kam zu dem Ergebnis, dass der Markt allein zwischen 2012 und 2013, also innerhalb eines einzigen Jahres, um 55 Prozent wachsen konnte.

Allgemein wird davon ausgegangen, dass die Mehrzahl der Konsumenten im Jahr 2018 im Besitz eines Smartphones sein wird. Schon heute ist die Bereitschaft zum M-Commerce dabei allerdings deutlich größer, als oft vermutet wird: Auf der Grundlage einer Marktanalyse in Deutschland, Großbritannien und Spanien belegt die aktuelle Studie von Monitise, dass etwa die Hälfte aller Smartphone-Besitzer sich Möglichkeiten wünschen, ihre Bankgeschäfte mobil zu erledigen. Als "Smartphone" wird dabei jedes Handy bezeichnet, das zum Download von Apps in der Lage ist.

Für Konsumenten, die auf mobiles Banking setzen und ihre Finanzen mit Hilfe einer App überwachen (z.B. mit Quicken), stehen laut Monitise vor allem einfache Bedienbarkeit und Geschwindigkeit im Mittelpunkt. Obwohl Sicherheit durchaus auch eine hohe Priorität genießt, scheint die Bereitschaft, auch größere Transaktionen mobil zu erledigen, also durchaus auch noch von anderen Faktoren abzuhängen.

Besonders interessant ist dieser Wachstumsmarkt aber dennoch für die Finanzinstitue selbst – eine große Mehrzahl der Verbraucher wünscht sich Apps, die direkt von ihrer Bank angeboten werden. Auch die Empfehlung eines Fremdangebots durch die eigene Bank stellt aber schon größeres Vertrauen her.

Vergleich des mobilen Payments mit dem Online-Banking


Interessant ist der Vergleich des mobilen Payments mit dem Online-Banking am herkömmlichen PC, der einige Unterschiede offenbart. Insgesamt werden gerade über Tablets Bezahlungen mit höherem Wert getätigt: Im Handel bringt ein Kauf, der über einen PC getätigt wird, durchschnittlich einen Umsatz von 67 Euro, während das Tablet mit 89 Euro deutlich die Nase vorn hat.

Generell werden über Tablets offenbar mehr Käufe im höheren Preissegment getätigt, während es sowohl beim PC als auch beim Smartphone häufiger zu spontanen Kaufentscheidungen kommt. In Führung liegt das Smartphone gegenüber dem Tablet im Bereich Ticketing, während es im Handel nicht auf vergleichbar hohe Zahlen kommt.

PayPal immer noch ganz weit vorne


Die beliebteste Möglichkeit zum Mobile Payment stellt den aktuellen Zahlen zufolge übrigens nach wie vor PayPal dar. Kreditkarten und die Angebote der Banken selbst spielen zwar auch eine signifikante Rolle, können sich mit dem Marktführer allerdings noch nicht messen.

Wirklich überraschend ist diese Situation für Experten allerdings nicht: PayPal hat sich auf dem Markt einen deutlichen Vertrauensvorschuss erspielt, mit dem neuere Angebote oft noch nicht konkurrieren können. Die besten Aussichten dazu haben wohl Apps der Kreditinstitute, wenn es ihnen gelingt, den anderen Anforderungen ihrer potentiellen Benutzer zu genügen.


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