USB 3.0 Stick Test

SpeichermedienHeutzutage gibt es wohl kaum noch jemanden, der keinen USB-Stick besitzt. Und das ist im Grunde auch völlig verständlich, denn schließlich verfügen die kleinen Medien über ideale Voraussetzungen, um als portable und praktische Speichereinheiten mitgeführt zu werden. Ausreichend Speicherplatz und USB 3.0 sollten dabei allerdings zum Standard gehören – was sonst noch bei der Wahl des richtigen Sticks zu bedenken ist, zeigt der nachfolgende Test!



Viele Innovationen dank USB 3.0


Unter USB oder „Universal Serial Bus“ versteht sich die Standardtechnik, die für die Anbindung von Peripheriegeräten an Rechnern notwendig ist. Aktuell ist hier die Version 3.0 vertreten, die im Gegensatz zu ihrem Vorgänger USB 2.0 einige Neuheiten und Modernisierungen bieten kann. So ermöglicht die Technik es fortan, eine Datenrate von 4,8 Gbit in der Sekunde statt nur 0,48 Gbit zu übertragen und auch auf das sogenannte „Device Polling“ wurde verzichtet – dabei handelt es sich um eine regelmäßige Überprüfung des Busses, um festzustellen, ob weitere Endgeräte hinzugekommen sind. Auf diese Weise wird der Stromverbrauch reduziert, denn angeschlossene Geräte werden nur dann zur Kenntnis genommen, wenn sie auch wirklich Daten übertragen.

Darauf gilt es beim Kauf zu achten


Oftmals bietet sich ein entsprechender Vergleich im Vorfeld an, insbesondere dann, wenn das gewünschte Modell ein wenig teurer ist. Hier eignen sich beispielsweise seriöse Online-Shops wie MeinPaket.de, dem Online-Marktplatz von DHL, die ein breites Sortiment führen, welches sich leicht vergleichen lässt. Anhand umfassender Produktmerkmale, einer Produktbeschreibung und den entsprechenden Kundenbewertungen lassen sich hier zahlreiche unterschiedliche Anbieter und Verkäufer finden, wodurch sowohl Preis als auch Eigenschaften des Geräts bestens ausgewählt werden können.


  • Speicherplatz
    Mindestens 16 Gigabyte sollten es schon sein, um normale Datenmengen problemlos zu transportieren oder Backups auf den Stick zu spielen. Um nicht so leicht an die Platzgrenzen zu stoßen, empfiehlt sich jedoch ein größeres Modell, dass über 32 Gigabyte oder mehr verfügt. Insbesondere dann, wenn beispielsweise HD-Filme oder ZIP-Backups Platz finden sollen, lohnt sich der große Speicher. Hier gibt es im Grunde jedoch keinen Favoriten, da beinahe jeder Hersteller mindestens eine 32 Gigabyte, wenn nicht sogar 64 Gigabyte Version auf dem Markt herausgebracht hat (und mehr ist wirklich nicht nötig).


  • Geschwindigkeit
    Die Geschwindigkeit ist eines der ausschlaggebenden Kriterien beim Kauf. Eine Leserate von rund 199,1 Mbyte pro Sekunde und Schreibrate von 163,8 Mbyte/s konnte beispielsweise der SanDisk Cruzer Extreme bieten, zudem verfügt er über eine ausgezeichnete Zugriffszeit von 0,4 Millisekunden, die wir im USB-Stick Test bestätigen konnten.

    Noch schneller ist der Kingston DataTraveler HyperX, der mit 190 Mbyte/s schreibt und eine Lesegeschwindigkeit von stolzen 280,1 MB zu bieten hat. Die hervorragenden Performance-Werte bieten sich insbesondere bei wichtigen Vorgängen an, zudem verfügen die Modelle auch über viel Speicherplatz. Wer hier nicht unbedingt Wert auf das schnellste Modell legt, kommt mit einigen Alternativen allerdings preiswerter davon.


  • Robustheit
    Nicht immer sinnvoll, auf dem Markt aber durchaus vertreten sind auch verschiedene Sticks, die mit ihrer Robustheit punkten. Hier ist insbesondere der Corsair Survivor zu nennen, der mit seinem stabilen Aluminiumgehäuse auch große Stürze überlebt und zudem wasserfest ist. Leistungstechnisch sind hier zwar keine Höhenflüge zu erwarten, für den sicheren Gebrauch im Outdoor-Bereich hat er jedoch seine Berechtigung.

Natürlich sollten Sie auch bei einem USB 3.0 Stick beachten, dass diese ebenfalls einen Defekt aufweisen können. Sollte dies einmal der Fall sein finden Sie hier hilfreiche Tipps zur Datenrettung auf einem USB-Stick.

Konkurrenz zum USB 3.0-Format


Auch andere Anbieter können in Sachen Datentransfer überzeugen, das zeigte sich bereits deutlich durch die Technik Thunderbolt, die von Intel und Apple entwickelt wurde. Sie steht dem USB 3.0-Standard in nichts nach und kann in Bezug auf die Geschwindigkeit sogar weitaus mehr bieten. Dennoch ist die Technik noch weitestgehend unbekannt und konnte sich bisher nicht auf dem Markt durchsetzen – Grund dafür dürfte insbesondere der höhere Preis der Komponenten sein. Aktuell sind allerdings schon fast alle Apple-Produkte mit der entsprechenden Schnittstelle ausgestattet und auch andere Hersteller gehen immer öfter dazu über, Thunderbolt zu integrieren.

Auch unter dem Namen Firewire ist ein eigener Standard etabliert, dessen Zukunft jedoch fraglich ist, da Apple als einer der größten Nutzer schließlich auf Thunderbolt umschwenkte. ESATA dagegen wird auch in Zukunft noch oft zu sehen sein und insbesondere in Bezug auf mobile SATA-Geräte eine Hauptrolle spielen.

Übrigens: Der USB-Stick 3.1 soll bereits Mitte diesen Jahres erscheinen. Lesen Sie hier mehr darüber.

Bildquelle: USB Sticks © djama - Fotolia.com


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1 Kommentar

1.) rizawi 21.01.2014 - 05:09 Uhr
Tja und trotzdem sind USB 3.0 Sticks nach wie vor eher selten und die teuren erst recht, weil einfach kein Schwein nen Stick mit 280MB/s braucht. Der HD Film von dem hier die Rede ist, wird auch vermutlich von einer HDD kommen, da kann der Stick aus der Zukunft kommen, die Mechanik wird nicht schneller. Ich bin zufrieden mit meinem Modell von vor ein zwei Jahre, was mit 32GB und Datenraten um die 100mb/s daher kommt. Wenn man nur selten Daten schubst, sind die Specs eines Sticks fast egal. Für Leute die darüber nachdenken ein OS auf dem Stick zu haben oder wie ich mehrere, werden die SSD Specs dann schon eher interessant oder halt für ein Backup des OS von der SSD...
Davon abgesehen halte ich gerade robuste Modelle für sinnvoll mit Blick auf Langlebigkeit. Gibt nen Haufen Modelle die bei dauerhaftem Aufenthalt in Taschen und an anderen ungemütlichen Stellen innerhalb kürzester Zeit aussehen wie durch ein Schlammbad gezogen. Statt seine Kohle in Stil und iwelche Gimmicks zu investieren, ist man mit so einem Gummigehäuse oder was massivem nicht schlecht dran, da bricht wenigstens nicht bei der kleinsten Sache der Stecker ab oder das Ding fällt auseinander wenn es mal runter kracht. Andererseits, wem erzähl ich das in einer Zeit in der rohe Eier wie das iPhone Mode sind...
Sinn macht es auf jeden Fall sich kundig zu machen bevor man drauf los kauft, denn es gibt durchaus genug Modelle, bei denen man kaum mehr als USB 2.0 kauft mit einem USB 3.0 Preisschild, war zumindest vor einer Weile noch so. Einige Controller droppen z.b. auf sagenhafte 500kb/s wenn man viele kleine Dateien kopiert...