Intel geht mit Edison an die Wearable-Front

IntelIntel hat in persona von CEO Brian Krzanich auf der diesjährigen Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas eine Eröffnungsrede gehalten. Zentrales Thema des gut einstündigen Vortrags war die Wearable-Offensive des US-Unternehmens, die man selbst auch als "Make it wearable"-Challenge tituliert. Mittel zum Zweck wird hierzu der Edison getaufte Mini-PC, der aus zwei in 22 Nanometer gefertigten Quark-SoCs besteht, die Intel bereits auf dem letzten Intel Developer Forum präsentierte.

Das ist Edison


Der nicht größer als eine SD-Karte ausfallende Mini-PC Edison ist für Linux konzipiert worden und wartet neben zwei x86-Quark-Kernen mit LPDDR2- und NAND-Flash-Speicher auf. Des Weiteren werden WLAN und Bluetooth unterstützt. Mitte dieses Jahres soll er in finaler Fassung Entwicklern zur Verfügung gestellt werden. Doch bereits im Rahmen der CES nutzte Intel die Gelegenheit, anhand zahlreicher mehr oder minder praktischer Beispiele zu demonstrieren, warum Edison für die Menschheit einen Mehrwert darstellt.

Smart Earbuds und Smart Headset


Krzanich führte unter der Bezeichnung Smart Earbuds Kopfhörer vor, die zum Beispiel während des Joggens Informationen wie die Geschwindigkeit, Länge der Strecke, Pulsfrequenz etc. protokollieren und im Anschluss bequem über eine App am Smartphone analysiert werden können.
Mit Smart Headset wurde ein Headset in Szene gesetzt, das per Spracheingabe mit dem Smartphone interagieren kann. So kann komfortabel nach Dingen gesucht werden, neue Termine in den Kalender eingepflegt werden oder neue Kontakte erstellt werden - ohne das Smartphone aus der Hosentasche zu kramen.


Smart Charging Bowl und Smart Watch


Ebenfalls als sehr nützlich erwies sich die vorgestellte, intelligente, drahtlose Akku-Ladeschale Smart Charging Bowl, die ein wenig einer Schüssel mit Leckereien im Wohnzimmer ähnelt. Dort können mühelos die Kopfhörer, Headset, Smartphone und co. drahtlos und vor allen Dingen simultan aufgeladen werden.
Zum Ende hin präsentierte Krzanich dann auch die Smart Watch, welche gegenwärtig der Inbegriff für Wearables ist. Samsung und Sony bieten hier schon Produkte an; auch andere große Unternehmen sprechen bereits offen darüber und halten sie für ein Trend-Thema im neuen Jahr. Bei seiner Eigenkreation unterstrich Intel das Feature Smart Geo-Fancing. Mithilfe eines GPS-Empfängers kann stets übermittelt werden, wo man sich gerade befindet. Dies soll nicht nur in Notsituationen vorteilhaft sein, sondern auch bei der Bewältigung des Arbeitstages mit mehreren aufeinanderfolgenden Terminen an verschiedenen Orten.

Edison kann auch Krankenschwester 2.0 spielen


Die größte Aufmerksamkeit erzielte Intel zweifelsohne aber bei seinem letzten Anwendungsbeispiel von Edison: Der kleine Mini-PC steckte hier in einer Plastikschildkröte und wurde in die Wiege eines Babys gelegt. Was das Baby nicht weiß: Edison kann so überprüfen, ob es gleichmäßig atmet, wie stark es sich bewegt und ob die Hauttemperatur im grünen Bereich liegt. Grünen Bereich im wahrsten Sinne des Wortes, weil die Auswertung in Echtzeit auf der mit LEDs präparierten Kaffeetasse der Eltern per Bluetooth stattfindet. Nettes Gimmick: Schreit das Baby, kann Edison direkt die Milch aufwärmen. Intel fasst all' das unter der Bezeichnung Nursey 2.0.

Das Anwendungsszenario von Wearables scheint vielfältig und sie werden uns wahrscheinlich auch weit über das Jahr 2014 hinaus beschäftigen. Intel setzt voll auf diesen potentiellen Trend und verkündete im Rahmen der Präsentation auch, dass man 1,3 Millionen US-Dollar in die Hand nehmen werde, um von jedermann Ideen für die Werables der Zukunft zu sammeln. Die Besten will man dann Industriepartnern übermitteln.
Ob sich Intels hohes Engagement rentieren wird, bleibt abzuwarten und mit Spannung zu verfolgen.


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