AMD bringt FreeSync gegen Nvidia G-Sync

AMDIn den zurückliegenden Monaten hat sich vor allem im High-End-Bereich einiges getan. AMD hat mit der Radeon R9 290X und der Radeon R9 290 zwei hervorragende Grafikkarten auf den Markt gebracht und auch der große Konkurrent Nvidia veröffentlichte mit der Geforce GTX 780 Ti einen echten Superboliden. Solche Modelle sind gerade unter besonders hohen Auflösungen und Details von Vorteil.

Doch die Grafikqualität eines Computerspiels lässt sich auch durch die sogenannte Vertikale Synchronisation (VSync) steigern. Dabei passt der Grafiktreiber die Bildrate des Computerspiels an die Frequenz des Monitors (in der Regel 60 Hertz) an, um unerwünschte Effekte wie Schlierenbildung zu vermeiden. Sobald die Grafikkarte beispielsweise keine 60 Bilder pro Sekunde mehr liefern kann, halbiert sich die Framerate auf 30 Bilder pro Sekunde.

Dies führt zu einem spürbaren Performanceverlust, weswegen VSync oftmals nicht verwendet wird. Mit den ersten Kepler-Grafikkarten führte Nvidia eine gute Lösung ein. Durch adaptives VSync wird das qualitätsverbessernde Feature automatisch abgeschaltet, sobald der Computer die benötigte Leistung nicht mehr erreicht. Eine perfekte Lösung ist das allerdings nicht.

Nvidia G-Sync

An dieser Stelle soll Nvidia G-Sync Abhilfe schaffen. Auf diese Weise können Nvidia-Grafikkarten durch einen im Monitor eingebauten Chip die Frequenz des Bildschirms dynamisch an die Bildrate des Computerspiels anpassen. Leider funktioniert diese Technologie nur im Zusammenspiel mit bestimmten Monitoren und Geforce-Modellen.

Auf der diesjährigen Consumer Electronics Show (CES) hat AMD inzwischen den G-Sync-Kontrahenten präsentiert. Die Technologie läuft unter der Bezeichnung FreeSync und ist angeblich nicht an bestimmte Hardware gebunden. AMD FreeSync benutzt den vorhandenen VESA-Standard zur Kontrolle der sogenannten VBLANK-Intervalle.

So lassen sich angeblich die Frameraten der meisten aktuellen Monitore kontrollieren. Ob die neue Technologie ebenfalls so einwandfrei funktionieren soll wie Nvidia G-Sync bleibt abzuwarten. Beide Lösungen stecken noch in den Kinderschuhen und werden womöglich erst in einigen Monaten oder Jahren wirklich interessant. Wir halten Sie natürlich auf dem Laufenden.


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3 Kommentare

3.) lordZ 12.01.2014 - 23:02 Uhr
Das hat nur wenig mit schlechter Hardware zu tun. Aufgrund deines TN-Panels könnte man genauso sagen, dass du schlechte Hardware kaufst und auf Kosten der Bildqualität nur das Tearing reduzierst. Die eierlegende Wollmilchsau gibt's eben (noch) nicht, und da setzen diese neuen Technologien an.

Wieviel FPS du hast, hängt einzig und allein von deinen Qualitätsansprüchen ab, denn selbst ein i7 inkl. Titan schafft je nach Spiel und Grafikeinstellung (vor allem hohe Auflösung plus qualitätssteigernde Maßnahmen) keine konstanten >= 60 fps mehr. Und ab dann kann es eben zum Tearing kommen, das folgerichtig auch vor allem die Leute stört, die auf hohe Qualität wert legen.

Ein 120 Hz Monitor umgeht das Problem in vielen, aber nicht allen Fällen. Ist sozusagen ein Workaround, aber keine Lösung des Problems.

Weder G-Sync, noch FreeSync, noch 1xx Hz Monitore sind die ultimative Lösung. Aber es ist eben schön anzusehen, dass sich endlich mal jemand dem Problem annimmt und vielleicht gibt es daher in mehreren Jahren eine ordentliche Lösung.
2.) rizawi 12.01.2014 - 18:54 Uhr
irgendwie habe ich vsynch bisher immer deaktiviert und hatte nie Probleme, schon weil ich in 90% der games über 60FPS komme, seit ich den 120Hz Monitor hab merk ich allgemein nichts mehr von iwelchen Schlieren, es sei denn durch billige Bewegungsunschärfeeffekte aus Konsolenports, die die beschissene Grafik und zu niedrigen FPS da überdecken sollen...
Ich find es iwie albern in iwelche Softwaretechnologien zu investieren, die versuchen mit schlechterer Hardware das Bild zu stabilisieren, wenn man einfach bessere Hardware kaufen kann...
1.) lordZ 10.01.2014 - 21:14 Uhr
Finde ich super. Auch wenn AMDs FreeSync nicht so vielversprechend klingt wie NVs G-Sync: Endlich nimmt sich mal jemand diesem seit Jahren leidigen Thema an.