Kritik an Apple: schlechte Arbeitsbedingungen

AppleAm 30. November 2013 findet der nächste internationale "Buy Nothing Day", zu Deutsch "Kauf-Nichts-Tag" satt. Dieser soll weniger durch Boykott von bestimmten Produkten, sondern viel mehr durch Konsumverzicht auf die Ausbeutung von Mitarbeitern in den verschiedensten Ländern aufmerksam machen. Als Paradebeispiel führen verschiedene Nichtregierungsorganisationen wie Sacom oder auch die Fair Labor Association die Arbeitsbedingungen für Arbeiter in Zulieferfirmen in China für das Unternehmen Apple an.

Biel Crystal - Ein relativ unbekanntes Unternehmen, welches trotz diesem Status eine große Rolle spielt: Es produziert die Schutzgläser für das iPhone von Apple. Doch genau diese Unbekanntheit von Zulieferunternehmen nutzen die jeweiligen Firmenchefs zu ihrem Gunsten: Die Mitarbeiter werden unterbezahlt, müssen Überstunden leisten und arbeiten unter schlechten Bedingungen - doch eine Studie der Menschenrechtsorganisation Sacom deckte nun die zahlreichen Verletzungen der Arbeitsrechte auf und fordert faire Einkaufspraktiken seitens Apple.

Germanwatch fordert humane Arbeitsbedingungen bei Zulieferern


Januar 2012: Apple tritt der Fair Labor Association (kurz FLA) bei, nachdem die Arbeitsbedingungen bei Zulieferern aus dem Raum China immer wieder auf Kritik stoßen und es sogar zu einer Suizidserie beim Unternehmen Foxconn kommt. Kurz darauf kommt es zu Untersuchungen innerhalb von drei Fabriken von Foxconn, welche die Berichte um die schweren Verstöße gegen Arbeits- und Menschenrechte bestätigen. Foxconn und somit auch Apple müssen reagieren und versprechen, bis zum 1. Juli 2013 für Verbesserungen zu sorgen - zwischendurch können zwar immer wieder Verbesserungen anerkannt werden, allerdings gibt es seit Ablauf der Frist und dem letzten Bericht der FLA keine neuen Statements seitens der beiden Unternehmen zum Thema Verbesserung der Arbeitsbedingungen.

Laut Cornelia Heydenreich, Teamleiterin im Bereich Unternehmensverantwortung der Organisation Germanwatch, berichtet außerdem über immer noch bestehende Probleme, wie zum Beispiel Löhne unter dem Minimum oder Missachtung des Gesundheitsschutzes. Ein großes Problem stellen zudem die unangemessen bezahlten Überstunden dar, welche sich beim Apple-Zulieferer Jabil Green Point auf bis zu 110 Stunden im Monat pro Arbeiter belaufen - Chinas Regierung erlaubt ein Maximum von 36 Stunden an Überstunden. Die Forderung von Heydenreich ist deutlich: Apple muss humane Arbeitsbedingungen garantieren!


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