AMD Kaveri 30 Prozent schneller als Richland?

AMDFür den Prozessorhersteller AMD sieht es längst nicht mehr so düster aus wie noch vor einem Jahr. Im vergangenen Quartal erwirtschaftete das finanziell angeschlagene Unternehmen immerhin einen geringen Gewinn. Mit den 2011 eingeführten Accelerated Processing Units (APUs), die sowohl über einen CPU- als auch über einen GPU-Teil verfügen, haben die Kalifornier mehr oder weniger erfolgreiche Produkte im Mainstream-Bereich vorzuweisen. Zuletzt vermeldete AMD, dass insgesamt schon über 100 Millionen APUs unter den Mann gebracht wurden. Am 5. Dezember werden schließlich die Kaveri-Prozessoren erscheinen und die Verkaufszahlen nochmals ankurbeln.

In den Weiten des Internets ist inzwischen eine scheinbar offizielle Folie aufgetaucht, welche die Vorzüge der Kaveri-APUs gegenüber den Vorgängermodellen aufzeigt. Besonders ins Auge stechen die Angaben zur Leistungssteigerung. So sollen die Steamroller-Kerne ungefähr 20 Prozent schneller arbeiten als die Piledriver-Kerne, die unter anderem in den Richland-Prozessoren zum Einsatz kamen. Darüber hinaus wird die integrierte Kaveri-Grafikeinheit der der Vorgängergeneration angeblich um 30 Prozent überlegen sein.

AMD Kaveri - Leistungsangaben

Der GCN-basierte GPU-Teil scheint also sehr leistungsstark zu sein. Da wir den Sprung von Piledriver auf Steamroller nie zuvor in der Praxis gesehen haben, können wir nur vermuten, dass AMD die 20 Prozent wohl nicht ganz einhalten wird, denn herstellereigene Angaben werden in der Regel ausnahmslos beschönigt. Der Wechsel von der VLIW4- auf die GCN-Grafikarchitektur bringt zweifellos gewissen Vorteile - man denke nur an die Radeon HD 7870, die trotz einer etwas geringeren theoretischen Performance etwas schneller als die Radeon HD 6970 rendert.

Dennoch bezweifeln wir, dass die 30-Prozent-Angabe von AMD der Wirklichkeit entsprechen wird. Wie wir oben bereits erwähnten, fallen herstellereigene Angaben normalerweise etwas zu gut aus. Überdies weist AMD auf die gesunkene Leistungsaufnahme der Kaveri-Prozessoren hin, deren niedrigste TDP im mobilen Bereich lediglich noch 15 Watt betragen wird. Auf der Folie sind außerdem noch Informationen zu Features wie UVD und VCE zu finden und es werden Angaben zum PCI-Express-Support gemacht.


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