AMD: Probleme mit Globalfoundries

AMDDer US-amerikanische Prozessorhersteller AMD erwirtschaftete im zurückliegenden Quartal einen geringen Gewinn, der hauptsächlich auf die Verträge mit Microsoft und Sony zurückzuführen ist. Die Grafikabteilung des Unternehmens trug ebenfalls einen Teil bei, doch die Prozessorsparte bereitet nach wie vor Grund zur Sorge. Im High-End-Bereich spielt AMD bereits seit längerem keine Rolle mehr und auch im wichtigen Performance-Bereich läuft es gelinde gesagt suboptimal. Mit den sogenannten Accelerated Processing Units (APUs) hat der Prozessorhersteller hingegen durchaus konkurrenzfähige Mainstream-Prozessoren im Aufgebot.

TSMC Wafer

Inzwischen bahnt sich jedoch ein Problem an. Das Unternehmen aus Sunnyvale hat einen Deal mit dem US-amerikanischen Auftragsfertiger Globalfoundries, nach dem AMD pro Jahr Wafer im Wert von 1,15 Milliarden US-Dollar abnehmen muss. Bis zum dritten Jahresviertel kaufte der Prozessorhersteller aber nur für 746 Millionen US-Dollar ein. Auf das gesamte Jahr hochgerechnet sind das 995 Millionen US-Dollar, wobei die kommenden Kaveri-Prozessoren wohl noch für einen gewissen Aufschwung sorgen werden. Dennoch wird sich aller Voraussicht nach ein Defizit von 100 bis 200 Millionen US-Dollar ergeben.

Für das bevorstehende Jahr ist keine Besserung in Sicht. Vermutlich wird AMD sogar noch weniger bei Globalfoundries einkaufen, denn sowohl die Low-Power-APUs als auch die Grafikprozessoren und die SoC-Chips der Next-Gen-Konsolen werden beim Auftragsfertiger TSMC hergestellt. Die Taiwaner werden 2014 mit der 20-Nanometer-Massenproduktion beginnen. Um den Vertrag mit Globalfoundries annähernd einzuhalten, könnte AMD zum Beispiel die Produktion der Low-Power-APUs zu ihren Landsleuten verlagern.


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