Radeon R9 290 @ R9 290X per BIOS-Flash

AMDDie Radeon R9 290X erblickte vor etwa drei Wochen das Licht der Öffentlichkeit. Die Grafikkarte erweist sich bereits im langsameren Quiet-Modus als ebenbürtiger Konkurrent für die Geforce GTX Titan. Im stromhungrigen Uber-Modus ist der Hawaii-Ableger allerdings viel zu laut. Die später erschienene Radeon R9 290 rendert eigentlich kaum langsamer als ihre große Schwester. Beide Modelle verfügen über den gleichen Grafikprozessor, der bei letzterer Karte lediglich etwas beschnitten wurde.

Einem User des Internetforums von pcgameshardware.de ist es nun offenbar gelungen, die stillgelegten Ausführungseinheiten einer Radeon R9 290 zu aktivieren. Dafür musste dieser lediglich das Grafik-BIOS einer Radeon R9 290X auf die kleinere Hawaii-Karte flashen. Anschließend waren alle 44 Compute Units der GPU freigeschaltet und das Modell verfügte folglich über 2.816 Shader- sowie 176 Textureinheiten. Dies zeigte zumindest das Tool GPU-Z an. Theoretisch besteht aber die Möglichkeit, dass sich das Programm irrt und nur das ausliest, was im BIOS eingetragen ist.

Radeon R9 290 @ R9 290X - GPU-Z

Dass die Freischaltung tatsächlich funktioniert hat, beweisen Benchmarks, die der gemoddeten Grafikkarte eine eindeutige Leistungssteigerung bescheinigen. In den Computerspielen Company of Heroes 2, DiRT Showdown und Metro: Last Light rendert die Grafikkarte ungefähr fünf bis zehn Prozent schneller als vor dem Flash. Dabei wurde die Radeon R9 290 jeweils mit einer Chiptaktfrequenz von 1.000 MHz und einer Speichertaktfrequenz von 2.500 MHz betrieben. Es ist also sehr wahrscheinlich, dass sich auch weitere Modelle zu einer Radeon R9 290X aufbessern lassen.

An dieser Stelle kann es aber auch zu Problemen kommen. Falls eine Radeon R9 290 über schlummernde, defekte Compute Units verfügt und diese aktiviert werden, funktioniert die Grafikkarte nicht mehr. Darüber ist ein BIOS-Flash immer riskant und führt zum Verlust der Herstellergarantie. Möglicherweise wird AMD zukünftige R9-290-Karten per Lasercut beschneiden, damit die inaktiven Ausführungseinheiten nicht mehr genutzt werden können.


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