AMD Kaveri ab 14. Januar 2014 mit 856 GFLOPs

AMDDer US-amerikanische Prozessorhersteller AMD, der im abgelaufenen Quartal einen geringen Gewinn erwirtschaftete, wird die neue APU-Generation Kaveri bereits am 5. Dezember offiziell vorstellen. Dabei handelt es sich jedoch nur um einen sogenannten Paperlaunch, da die Presse zwar mit entsprechenden Prozessoren versorgt wird, doch die Endkunden vorerst leer ausgehen werden. Da einige Engineering-Samples im Umlauf sind, sickerten aus Fernost bereits erste Benchmark-Ergebnisse durch. Diese sind allerdings kaum aussagekräftig, denn es wurden lediglich die Floating-Point- sowie die Integer-Performance gemessen.

Auf dem diesjährigen AMD Developer Summit (APU13) hat das Unternehmen inzwischen zahlreiche Details zum Kaveri-Flaggschiff bekanntgegeben, das in gut drei Wochen das Licht der Öffentlichkeit erblicken wird. Der A10-7850K verfügt über zwei Steamroller-Module mit insgesamt vier Integerkernen, die mit einer Basistaktfrequenz von 3,7 GHz angesteuert werden. Die Turbotaktfrequenz ist uns zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht bekannt. Vermutlich besitzt die noch nicht erschienene APU einen 4 MiB großen L2-Cache und eine TDP von 100 Watt.

APU13: Kaveri-Rechenleistung

Die integrierte R7-Grafikeinheit basiert auf der GCN-1.1-Architektur, die mit 512 Shader- und 32 Textureinheiten daherkommt. Die Chiptaktfrequenz liegt bei 720 MHz, weswegen die Grafikeinheit eigentlich auf eine Rechenleistung von 737 GFLOPs und eine Texelfüllrate von 23,0 GT/s kommen sollte. AMD gibt allerdings eine Rechenleistung von 856 GFLOPs an, woraus gleichzeitig eine Texelfüllrate von 26,8 GT/s resultiert. Diese Werte sind lediglich mit einer Chiptaktfrequenz von 836 MHz zu erreichen.

Möglicherweise verfügt die integrierte Grafikeinheit des A10-7850K über eine Basistaktfrequenz von 720 MHz und eine Turbotaktfrequenz von 836 MHz. Genaueres werden wir wohl erst wissen, sobald der Kaveri-Prozessor veröffentlicht wurde. Darüber hinaus bestätigt AMD nochmals, dass die neuen APUs erstmals HSA-Features wie hUMA unterstützen werden. Diese Technologie beeinflusst den Speichercontroller dahingehend, dass der Prozessorteil und der Grafikteil gleichgestellt sind. Bislang hatte die CPU-Seite eine höhere Priorität.

Die HSA-Features nutzen ohne optimierte Software allerdings recht wenig. Aus diesem Grund wirbt AMD auf dem APU13 natürlich auch für die Grafik-API Mantle und die TrueAudio-Technologie. Zu guter Letzt gab der Prozessorhersteller bekannt, dass die ersten Kaveri-APUs zur CES 2014 flächendeckend verfügbar sein werden. Demzufolge werden entsprechende Prozessoren, zu denen auch der oben beschriebene A10-7850K gehört, wahrscheinlich ab dem 14. Januar erhältlich sein.


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