AMD Mantle: Weitere Entwickler springen auf

AMDAm heutigen Dienstag hat der Prozessorhersteller AMD die Radeon R9 290 offiziell vorgestellt. Die Grafikkarte überzeugt vor allem durch ihre gute Performance, doch dafür verbraucht sie viel Energie und geht nicht gerade leise zu Werke. Somit weist der Pixelbeschleuniger die gleichen Vor- und Nachteile auf wie die größere Radeon R9 290X, die vor knapp zwei Wochen das Licht der Öffentlichkeit erblickte. Das Unternehmen aus Sunnyvale arbeitet mittlerweile nicht mehr nur an der Hardware und den passenden Treibern, sondern wirft mit der Grafik-API Mantle eine äußerst interessante Softwarelösung in den Ring.

Bislang war das Spielentwicklungsunternehmen Digital Illusions CE (DICE) der einzige Abnehmer der API. Die Schweden wollen mindestens 15 zusätzliche Spiele mit Mantle bringen. Ein Mitarbeiter der Slightly Mad Studios äußerte sich zuletzt sehr positiv zu AMDs Eigengewächs. Demnach löst die Mantle-API angeblich das Multithread-Problem in Computerspielen, wovon vor allem die FX-Prozessoren mit acht Integerkernen profitieren werden. In einer Pressemitteilung verkündete die Chipschmiede nun, dass neben DICE noch weitere Spielentwickler auf den Zug aufgesprungen sind.

AMD Mantle

Dazu zählen sowohl das Unternehmen Cloud Imperium Games, das an der kommenden Weltraumsimulation Star Citizen arbeitet, als auch Eidos-Montreal und Oxide Games. Laut David Anfossi, Leiter von Eidos-Montreal, ist die Softwarelösung "eine der wichtigsten Veränderungen im Bereich PC-Grafik seit vielen Jahren". Auch Dan Baker von Oxide Games befürwortet die neue Grafik-API. Mantle lässt das Unternehmen angeblich "mehr aus der Hardware herausholen als jede andere verfügbare Lösung".

Im Dezember wird Battlefield 4 ein Update erhalten, mit dem die API in das Computerspiel implementiert wird. Der beliebte Shooter wird somit als erstes mit der AMD-eigenen DirectX-Alternative ausgestattet. Es können allerdings nur GCN-basierte Grafikkarten Mantle nutzen, weswegen die Besitzer einer Nvidia-Grafikkarte an dieser Stelle leer ausgehen. Wie AMD inzwischen mitteilte, werden die beiden Next-Gen-Konsolen ebenfalls nicht mit der Grafik-API umgehen können.


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