Sapphire Radeon R9 290 versehentlich gekauft

AMDNach einer langen Wartezeit wurde letzten Donnerstag endlich die Radeon R9 290X offiziell vorgestellt. Die Grafikkarte schlägt sich leistungstechnisch sehr gut. In puncto Leistungsaufnahme weist der Hawaii-Spross allerdings erhebliche Defizite auf. Wegen des niedrigen Verkaufspreises ist dieser Missstand jedoch nicht allzu dramatisch. Nicht umsonst arbeitet der Konkurrent Nvidia unter Hochdruck an der Geforce GTX 780 Ti, die möglicherweise sogar einen GK110-Grafikprozessor im Vollausbau besitzen wird. Dies muss allerdings nicht zutreffen, da andere Quellen von weniger Ausführungseinheiten berichten.

Ein Mitglied des Internetforums von overclockers.co.uk hatte eigentlich eine Radeon R9 290X bestellt, doch ein ungenannter französischer Händler schickte ihm stattdessen eine Radeon R9 290. Ursprünglich sollte die Grafikkarte zwar am heutigen Donnerstag das Licht der Öffentlichkeit erblicken, doch AMD hat den Launch kurzfristig auf den 5. November verschoben. Diese Gelegenheit nutzte der technisch versierte User natürlich und unterzog die Radeon R9 290 einigen Benchmarks.

Sapphire Radeon R9 290

Das Tool GPU-Z erkannte die Grafikkarte noch nicht vollständig und zeigte 384 Shader-, 24 Textur- sowie 8 Rastereinheiten an. Die Taktfrequenzen wurden jedoch mit 947 MHz für den Grafikprozessor und 2.500 MHz für den Grafikspeicher korrekt ausgelesen. Mit den Referenztaktraten erzielte die Radeon R9 290 im 3DMark Fire Strike 9.555 Punkte unter Standard-Settings und 4.768 Punkte unter Extreme-Settings. Übertaktet auf eine Chiptaktfrequenz von 1.103 MHz erreichte der Hawaii-Ableger 10.094 Punkte unter Standard-Settings.

Im Unigine-Heaven-4.0-Benchmark kam die Radeon R9 290 unter Extreme-Settings auf durchschnittlich 61,1 Bilder pro Sekunde und schloss mit einem Score von 1.540 ab. Beim Prozessor handelte es sich um einen unübertakteten Core i7-4770K und als Betriebssystem kam eine 64-Bit-Variante von Windows 8 zum Einsatz. Die kleine Hawaii-Karte scheint wohl kaum langsamer als die Radeon R9 290X zu rendern. In fünf Tagen werden wir mehr wissen.


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