Intel fertigt künftig auch 64-Bit-ARM-Chips

IntelZuletzt veröffentlichte der Prozessorhersteller Intel die Ivy-Bridge-E-Prozessoren für den High-End-Sockel LGA 2011. Leistungstechnisch überzeugen die neuen Produkte eher nicht, dafür weisen sie erhebliche Verbesserungen in puncto Stromverbrauch auf. Wegen der unattraktiven Preisgestaltung sind die Ableger der neuen Generation allerdings kaum zu empfehlen. Viel interessanter sind hingegen die aktuellen Performance-CPUs der Haswell-Mikroarchitektur, die bereits im Juni offiziell vorgestellt wurden. Die Modelle punkten gerade in Computerspielen gegen höher getaktete Ivy-Bridge-Prozessoren.

TSMC Wafer

Wie die Kollegen von heise.de berichten, deutet aktuell alles darauf hin, dass Intel demnächst 64-Bit-ARM-Chips in einer Strukturbreite von 14 Nanometern fertigen wird. Ursprünglich sollte der Branchenriese nur die programmierbaren Logikchips (Field Programmable Gate Array, FPGA) für Altera herstellen. Bei den Chips von Altera handelt es sich aber um die Stratix-10-Serie, zu der unter anderem 64-Bit-SoCs mit Cortex-A53-Kernen auf ARM-Basis zählen. Aktuell benutzen bereits andere Unternehmen wie Microsemi die Fertigungsanlagen von Intel.

Solche Fertigungsaufträge sind für Intel in Zeiten des immer schwächer werdenden PC-Markts relativ wichtig. Obwohl das Geschäft mit Desktop-Computern erneut zurückgegangen ist, konnte Intel im zurückliegenden Quartal ungefähr so gut abschneiden wie im gleichen Vorjahreszeitraum. Im zweiten Quartal 2013 erwirtschaftete das Unternehmen allerdings einen 32 Prozent geringeren Gewinn.


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