Erste Spiele-Benchmarks der Radeon R9 290

AMDNach einer langen Wartezeit wurde letzten Donnerstag endlich die Radeon R9 290X offiziell vorgestellt. Die Grafikkarte schlägt sich leistungstechnisch sehr gut. In puncto Leistungsaufnahme weist der Hawaii-Spross allerdings erhebliche Defizite auf. Aufgrund des relativ niedrigen Verkaufspreises ist dieser Missstand jedoch nicht allzu dramatisch, denn immerhin kostet die Geforce GTX Titan 300 Euro mehr. Nicht umsonst arbeitet der Konkurrent Nvidia unter Hochdruck an der Geforce GTX 780 Ti, die möglicherweise sogar einen GK110-Grafikprozessor im Vollausbau besitzen wird. Dies muss allerdings nicht zutreffen, da andere Quellen von weniger Ausführungseinheiten berichten.

Vor drei Tagen warteten wir mit einigen Benchmarks der Radeon R9 290 auf, in denen die Hawaii-Karte relativ gut abschnitt. Dabei handelte es sich allerdings nur um synthetische Tests, die keinen allzu großen Bezug auf die Praxis haben. Inzwischen sind zahlreiche Spiele-Benchmarks der noch nicht erschienenen Grafikkarte aufgetaucht, in denen sie gegen die Radeon R9 290X und die Geforce GTX 780 antritt.

.Geforce GTX 780Radeon R9 290XRadeon R9 290
Battlefield 3100,0 %103,4 %100,0 %
Bioshock Infinite100,0 %105,1 %100,0 %
Crysis 3102,6 %105,1 %100,0 %
Hitman: Absolution87,1 %108,1 %100,0 %
Medal of Honor: Warfighter109,6 %109,6 %100,0 %
Metro: Last Light97,8 %111,1 %100,0 %
Tomb Raider90,2 %106,1 %100,0 %
Gesamt97,9 %106,9 %100,0 %

In den sieben Spielen rendert die Grafikkarte logischerweise immer geringfügig langsamer als die Radeon R9 290X. Der Vergleich mit der Geforce GTX 780 fällt wesentlich knapper aus. Hier gewinnt die Radeon R9 290 in drei und verliert in zwei Spielen. Unter Bioshock Infinite und Battlefield 3 erreichen beide Grafikkarten hingegen identische Durchschnittswerte. Insgesamt arbeitet der Hawaii-Spross gut zwei Prozent schneller als die Geforce GTX 780 und etwa sechseinhalb Prozent langsamer als die Radeon R9 290X.

Die Radeon R9 290 verfügt über 2.560 Shader-, 160 Textur- und 64 Rastereinheiten sowie über ein 512 Bit breites Speicherinterface und einen 4.096 MiB großen Grafikspeicher. Die maximale Taktfrequenz der GPU beträgt 947 MHz, während die Speichertaktfrequenz bei 2.500 MHz liegt. Die Grafikkarte wird voraussichtlich am kommenden Donnerstag das Licht der Öffentlichkeit erblicken.


Kommentar schreiben

  • Loggen Sie sich oben mit ihren Benutzerdaten ein, um Kommentare zu verfassen.
  • Falls Sie noch kein Mitglied sind, können Sie sich in unserem Forum registrieren.

0 Kommentare