AMD will GPUs in Dresden bauen lassen

AMDObwohl der Deal zwischen ATI und AMD noch nicht in trockenen Tüchern ist, da die Aktionäre beider Firmen noch zustimmen müssen und Intel bekanntlich auch noch ein Wörtchen mitreden will, scheint sich die in Sunnyvale ansässige Firma ihrer Sache recht sicher zu sein, denn ungenannten Quellen zufolge, sollen bereits Ende des Jahres die ersten Grafikchips in Dresden vom Band rollen. Abwegig sind diese Mutmaßungen ganz und gar nicht, denn durch die Verlagerung der Produktion in die eigenen Betriebsstätten würden sich erhebliche Kostenvorteile ergeben, gegenüber der jetzigen Fremdfertigung bei TSMC und UMC.

Fraglich ist nur, ob es AMD einfach so möglich wäre, die Produktion von Grafikchips aufzunehmen, da ganz andere Anforderungen gefragt sind, als bei der Fabrikation von Prozessoren. Denkbar wäre, dass man sich erst mal auf weniger komplexe Designs spezialisiert und schaut wie die Ausfallraten (Yields) sind, um dann letztendlich zu evaluieren, ob man die ganze Fertigung in die eigenen Hände nimmt oder doch andere Chipschmieden beauftragt. Freie Kapazitäten sollten in den kommenden Wochen und Monaten durchaus vorhanden sein, da der Absatz von Athlon- und Opteron-CPUs aufgrund der Conroe-Einführung stark einbrechen dürfte, auch wenn AMD derzeit mit drastischen Preissenkungen dem entgegenwirken will. Hinzu kommt noch, dass die grade erst fertig gestellte Fab 36 ein Auslastungsdefizit von circa 80 Prozent besitzt und somit genug Platz für Grafikchips aus Dresden vorhanden wäre.


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