Intel und nVidia - Liebe auf den zweiten Blick

IntelNach dem überraschenden, wie auch spektakulären Übernahmeangebot von AMD an ATI, gibt es nicht nur viele offene Fragen, sondern auch neue Banden, die geschmiedet werden. Schien es bis vor kurzem noch so, als ob nVidia und Intel nie richtige "Freunde" werden würden - auch wenn sich das Verhältnis in den letzten Jahren verbessert hat - da der weltgrößte Prozessorhersteller immer eine größere Affinität zu den Kanadiern hatte, gibt es von beiden Seiten in letzter Zeit nur noch Liebkosungen füreinander. Ein Schelm wer hierbei Böses denkt. Medienberichten aus Taiwan zufolge, soll es zwischen Vertretern von Intel als auch nVidia diese Woche bereits erste informelle Gespräche über eine Ausweitung der Partnerschaft gegeben haben, um dem entstehenden "Riesen" aus AMD und ATI nicht kampflos das Feld zu überlassen.

Kampflos? Auch wenn es momentan an der Prozessorfront für die in Sunnyvale ansässige Firma - aufgrund des Core 2 Duo Launch - nicht sonderlich rosig aussieht, könnten durch den Zusammenschluss mit der kanadischen Chipschmiede Synergien geweckt werden, von denen wir heute noch nicht einmal zu Träumen wagen. Dieses Potential scheint auch Intel erkannt zu haben, nicht umsonst hält sich vehement das Gerücht, dass sich die Truppe rund um Paul Otellini an der Übernahmeschlacht um ATI beteiligen möchte und im Moment sehr die Nähe zu nVidia sucht. Erste Früchte der aufkeimenden Allianz zwischen den beiden in Santa Clara ansässigen Firmen soll es schon geben, denn angeblich wird die SLI-Technologie auch bald in Intel-Chipsätzen freigeschaltet werden. Zwar war es technisch gesehen kein sonderlich großes Problem SLI zu implementieren - es gab schon erste Spezial-Treiber - doch beide Firmen sperrten sich bislang, auch nur einen Schritt aufeinader zu zugehen.


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