AMD Hawaii: Gründe gegen Crossfire-Brücken

AMDDie Radeon-R-200-Serie von AMD wurde zwar bereits offiziell angekündigt, doch die ersten Modelle der neuen Generation werden frühestens am 8. Oktober über den Ladentisch wandern. Dazu zählen allerdings nicht die beiden Spitzenmodelle mit dem Hawaii-Grafikprozessor. Sowohl die Radeon R9 290X als auch die Radeon R9 290 werden wahrscheinlich erst eine Woche später das Licht der Öffentlichkeit erblicken. Dies könnte darauf zurückzuführen sein, dass die neuen Grafikkarten teilweise auf alten GPUs basieren, die bereits voll ausgereift und marktfertig sind.

Vor drei Tagen berichteten wir über das verbesserte Crossfire-Zusammenspiel der beiden Spitzenmodelle der Radeon-R-200-Serie. Neben der neuen Direct-Memory-Access-Technologie (DMA), die für eine gleichmäßigere Bildrate sorgen soll, wurden die altbekannten Crossfire-Brücken bei der Radeon R9 290X und der Radeon R9 290 abgeschafft. Diese Maßnahme bringt angeblich gewisse Vorteile mit sich, doch eine Erklärung blieb AMD bislang schuldig. Das sorgte für Verwirrung, denn wieso sollte der Umweg über den PCI-Express-Slot Verbesserungen aufweisen?

AMD Radeon R9 290X

Im Internetforum von beyond3d.com geht Dave Baumann von AMD auf diese Fragestellung ein. So kommunizieren Hawaii-Grafikkarten ausschließlich über den PCI-Express-Slot miteinander, weil die Crossfire-Brücken schlicht und ergreifend zu langsam sind. Ab einer gewissen Datentransferrate kommen letztere nicht mehr mit und die Grafikkarten müssen teilweise auf den PCI-Express-Slot ausweichen. Die Kommunikation über zwei verschiedene Schnittstellen ist logischerweise suboptimal für ein Crossfire-Gespann. Die Folgen sind niedrigere Bildraten, Framedrops und Mikroruckler.

Dieses Problem existierte bereits bei der Radeon-HD-7000-Serie. Die aufkommende 4K-Auflösung, für die der Einsatz mehrerer Grafikkarten durchaus empfehlenswert ist, verstärkt dessen Symptome nochmals, denn es sind höhere Datentransferraten zu bewältigen. Somit hat sich AMD dazu entschieden, bei der Radeon R9 290X und der Radeon R9 290 auf die Crossfire-Brücken zu verzichten. Wir vermuten, dass dieser Trend in Zukunft fortgesetzt wird.


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1 Kommentar

1.) Phenocore 04.10.2013 - 15:49 Uhr
Ok, AMD hat also über Generationen hinweg die Geschwindigkeit der Crossfirebrücken nicht verbessert und das so lange, bis schließlich sogar das verbesserte PCIe schneller war. Letztendlich hat man sich die Brücken nun gespart. Noch besser wäre es natürlich, wenn man mit der Zeit die Crossfirebrücken auf den aktuellen Geschwindigkeitsstand gebracht hätte.