Hawaii-Modelle mit besserer CF-Technologie

AMDIn den zurückliegenden Wochen berichteten wir oftmals über AMDs kommende Volcanic-Islands-Serie. Die neue Generation wurde auf einem Event bereits offiziell angekündigt. Diese wird vorerst aus der Radeon R9 290X, der Radeon R9 290, der Radeon R9 280X, der Radeon R9 270X, der Radeon R7 260X, der Radeon R7 250 sowie aus der Radeon R7 240 bestehen. Natürlich könnte es auch weitere Modelle geben, die bislang schlicht und ergreifend noch nicht erwähnt wurden. In diversen Benchmarks schneidet das zukünftige Flaggschiff bislang sehr gut ab. Obwohl die GK110-GPU etwa 30 Prozent größer ausfallen soll, vermag es die Radeon R9 290X die Geforce GTX Titan in den meisten Fällen zu besiegen. Den Wahrheitsgehalt dieser Benchmarks können wir selbstredend nicht überprüfen.

Doch bereits vor der Ankündigung lieferte AMD genug Stoff für viele Newsmeldungen. Wir berichteten zum Beispiel über die zunehmend besseren Grafiktreiber für die diversen Linux-Betriebssysteme und über den Catalyst 13.9 sowie die Beta-Version des Catalyst 13.10, die beide bereits das zukünftige Microsoft-Betriebssystem Windows 8.1 unterstützen. Darüber hinaus vermeldeten wir, dass die aktuell verfügbaren High-End-Grafikkarten immer günstiger werden und dass Computerhardware von AMD von den Next-Gen-Konsolen, namentlich Xbox One und Playstation 4, profitieren soll.

AMD Hawaii - Crossfire-Verbesserungen

AMD hat in den letzten Monaten viel Arbeit in die Optimierung von Multi-GPU-Systemen gesteckt. Durch die neue Frame-Pacing-Technologie konnte das Unternehmen störende Mikroruckler arg reduzieren, so dass es kaum noch Unterschiede zwischen einem Multi-GPU-System von AMD und Nvidia gibt. Doch an dieser Stelle ruht sich der Prozessorhersteller nicht auf dem Erfolg aus. Die beiden Radeon-R9-290-Grafikkarten, basierend auf der Hawaii-GPU, kommen mit einer optimierten Crossfire-Technologie daher.

Die neue Technologie benötigt keine Crossfire-Bridges mehr - die Grafikkarten kommunizieren also ausschließlich über die PCI-Express-Slots miteinander. Des Weiteren bringt der Hawaii-Grafikprozessor den sogenannten Direct Memory Access (DMA) mit sich. Beide Neuerungen sollen sowohl die Performance verbessern als auch die Mikroruckler reduzieren. Im Zusammenspiel mit den kommenden Frame-Pacing-Treibern, die in Zukunft weiter verbessert werden, sollen Multi-GPU-Systeme von AMD zunehmend attraktiver werden.

Da die Radeon-R-200-Serie mit der Radeon R9 290X und der Radeon R9 290 eigentlich nur zwei Volcanic-Islands-Grafikkarten besitzen und es sich bei den restlichen Modellen wohl nur um aufgewärmte Southern-Islands- und Sea-Islands-Grafikkarten handeln wird, sind nur die beiden Spitzenmodelle mit der neuen Crossfire-Technologie ausgestattet. Nichtsdestotrotz müssen wir AMDs neues Multi-GPU-Engagement loben, denn diesbezüglich ist jahrelang nichts passiert. Letztendlich müssen Praxis-Tests jedoch noch die Wirksamkeit der neuen Maßnahmen aufzeigen.


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2 Kommentare

2.) rizawi 01.10.2013 - 19:59 Uhr
iwie ging mir das Selbe auch durch den Kopf, dachte es gab vorher schon Multi GPU Systeme ohne Bridge.
Alles in allem egal wie aufgebohrt die Schnittstelle ist, hab ich iwie immer das Bild im Kopf: Wenn 2 versuchen am Telefon gleichzeitig zu reden, wird das nix. Auf nem echten Bus ist das eig. noch schlimmer. Sicher bei paar Ghz Takt eines PCIE, geht das alles bisl schneller, aber Timing bleibt Timing und will gemanaged sein.
Aber vielleicht denk ich da auch einfach zu penibel...
1.) Phenocore 01.10.2013 - 19:36 Uhr
Die Einsparung von direkter Kommunikationsmöglichkeit für die beiden GPUs hat nichts mit Optimierung zu tun, sondern ist schlicht und ergreifend eine Einsparung, wie der Name schon sagt. Das gab und gibt es bisher für schwache GPUs, nun traut sich AMD das ganze auch für große GPUs zu bringen, weil der PCIe-Standard aufgebohrt wurde, so dass da mehr Bandbreite nun für diese interne Kommunikation bereit steht...

Die Optimierungen am Treiber sind davon unabhängig.