iOS 7 und die wichtigsten Neuerungen

AppleGestern gegen 19:00 Uhr deutscher Zeit veröffentlichte Apple die neueste Version seines Betriebssystems für mobile Geräte. Der US-Konzern bezeichnet das Update auf iOS 7 als das größte seit Einführung des iPhones. Wirft man einen Blick auf die Neuerungen des Betriebssystems, so scheint dies gar nicht so abwegig. Ob es allerdings das laut Herstellerangaben beste mobile OS der Welt und seiner Zeit um Jahre voraus ist, sei dahin gestellt. In jedem Fall wurden für das neue Betriebssystem einige alte Grundsätze über Bord geworfen, was man auf den ersten Blick merkt.

iOS 7



Schon kurz nach der Bereitstellung von iOS hatte Apple allerdings einige Probleme. Obwohl man mit einem riesigen Anspruch rechnete, kämpfte Apple bereits gestern mit technischen Problemen. Das Herunterladen war nur sehr schwer möglich, da die Verbindung eindeutig überlastet war. Laut Medienberichten handelte es sich dabei um die Server bei Apple, jedoch hatten auch die Netzbetreiber im Voraus ihre Bedenken geäußert, ob ein weltweites iOS-Update zu stemmen ist.

Zu den auffälligsten Neuerungen gehört die grundlegende grafische sowie teilweise funktionelle Überarbeitung der Benutzeroberfläche. Außerdem wurden die mitgelieferten Apps überarbeitet und neue Dienste sind hinzugekommen. iOS 7 ist für alle iPhones ab dem iPhone 4, für alle iPads ab dem iPad 2 und dem iPod ab der fünften Generation erhältlich und kann kostenlos heruntergeladen werden.

iOS 7



Das Flat-Design ist Geschmackssache


Die wohl auffälligste Neuerung ist das Design, welches als optischer Neuanfang bezeichnet wird. So wurde dieses komplett überholt und unterscheidet sich deutlich von den Vorgängerversionen. In Puncto Design macht Apple wie bereits bekannt keine halben Sachen, sodass sich die optischen Änderungen durch alle Bereiche und Elemente des OS ziehen. Nicht nur der Sperrbildschirm und Home-Screen sind weitgehend verändert, auch die System-Programme, wie etwa die Mitteilungszentrale und die Einstellungen wurden an das neue Design angepasst.

iOS 7



Das erste Feedback des Designs fällt relativ gemischt aus. Dass die Benutzeroberfläche weniger tTefe hat als bisher und nun klare Linien sowie grelle Farben dominieren, wurde im Vorfeld mehrfach kritisiert. Erste Tests zeigen jedoch, dass es die Nutzung durchaus vereinfacht und die Umstellung zudem schnell angenommen wird.

Neue Benutzeroberfläche mit neuen Features


Die Benutzeroberfläche hat noch weitere Neuerungen bzw. Änderungen. So können in Ordner nicht mehr nur zwölf Objekte verstaut werden, sondern theoretisch beliebig viele. Neue Programme sind unter anderem das iTunes Radio. Auch die Gerät-Interne Suche wurde überarbeitet. Das sogenannte Spotlight findet man jetzt nicht mehr mit einem Wischer nach rechts, sondern durch einen Wischer von oben.

Multitasking noch besser


Das Multitasking in iOS 7 wurden verbessert, indem es sich typische Abläufe merkt und so schon anderen Inhalte im Hintergrund lädt. Als Beispiel nennt Apple folgendes: Man überprüft regelmäßig auf dem Weg zur Arbeit seinen Facebook-Feed, so wird dieser zu der entsprechenden Zeit automatisch geladen. Die im Hintergrund geöffneten Apps kann man weiterhin über einen Doppelklick auf den Homescreen finden, allerdings werden diese in veränderter Form angezeigt. Es wird nicht mehr die Multitasking-Leiste angezeigt, sondern ein ganzes App-Fenster. Diese müssen nicht mehr über das nach langem Halten erscheinende Kreuz geschlossen werden, sondern werden einfach nach oben gezogen und sind damit geschlossen.

iOS 7 Multitasking



Auch der Sperrbildschirm hat sich in erster Linie optisch verändert. So wird nicht mehr der „Slide to unlock“-Button angezeigt. Weiterhin kann man bei laufender Musik diese weiterschalten oder die Lautstärke ändern. In Safari werden die offenen Tabs nicht mehr nebeneinander angezeigt, sondern in Form eines Sliders übereinander.

Das neue Kontrollzentrum deutlich umfangreicher


Das Kontrollzentrum kann wie zuvor mit einem Wischer von oben nach unten aufgerufen werden. Hier findet man wie zuvor die Benachrichtigungen aus sozialen Netzwerken, SMS, Kalender und weiteren Applikationen. Neu ist hingegen das Menü, welches man mit einem Wisch von unten nach oben erreichen kann. Hier können die Taschenlampe eingeschaltet werden, der Taschenrechner, Kamera und Timer erreicht werden sowie die am häufigsten verwendeten Einstellungen vorgenommen werden. Dies war bisher nur über die umständlich erreichbaren Einstellungen möglich. Auch die Musik kann über dieses Mediacenter gesteuert werden.

AirDrop nun auch für iPhones


Ein neues Features, welches sich als äußert praktisch erweisen soll, ist AirDrop. Dieses Feature sollten einige Nutzer bereits vom Mac kennen. Nun ist es möglich, auch über mobile Geräte Fotos und Dateien via Bluetooth oder WLAN zu teilen. Diese neue Funktion steht allerdings nur den Nutzern des iPhone 5 sowie der kommenden Modelle zur Verfügung.

Siri bekommt eine neue Stimme


Der digitale Sprachassistent Siri erhält mit dem Update auf iOS 7 für die Sprachen Deutsch, Englisch und Französisch eine neue Stimme. In Zukunft wird es außerdem möglich sein, zwischen einer männlichen oder weiblichen Stimmlage zu wählen. Siri ist weiterhin nur auf den neuesten Generationen der iPhones und iPads nutzbar.

iOS 7 Siri



Fotos sind besser zu ordnen


Im Bereich der Kamera hat sich nicht sehr viel verändert. In Zukunft kann man auch quadratische Aufnahmen machen und verschiedene Effekte und Filter auf die Bilder anwenden. Zudem sollen Bilder nun besser geordnet werden. iOS 7 ordnet die Bilder nach Aufnahmeort, Uhrzeit und Erstellungsjahr, sodass es schneller möglich sein sollte, ein bestimmtes Bild zu finden.

iOS 7 Fotos



Sicherheit


Im Bereich Sicherheit hat iOS 7 ebenfalls erneut nachgerüstet. Nicht nur das System soll bereits sehr sicher sein, man kann nun neben dem Gerät an sich auch einzelne Apps mit einem Kennwort schützen. Sollte das Gerät einmal verloren gehen, soll sich dieses über die iCloud lokalisieren und bei Bedarf deaktivieren lassen. Die Einstellungsmöglichkeiten im Bereich Datenschutz wurden ebenfalls erweitert.

iOS 7 Sicherheit



Der iCloud-Schlüsselbund synchronisiert die gespeicherten Passwörter


Mit dem Feature iCloud-Schlüsselbund ist es möglich, die Verwaltung der Passwörter von Online-Konten zu übernehmen. Die gespeicherten Passwörter werden auf alle Geräte, die über eine gemeinsame Apple-ID verbunden sind, übertragen und können auch dort genutzt werden.

Fazit


Die neue Version von Apples mobilen Betriebssystem iOS 7 bringt jede Menge Neuerungen mit sich, welche durchgängig als sehr sinnvoll zu erachten sind. Aus welchem Grund man so stark in das Design der bisherigen Versionen eingreifen musste, ist fraglich. Auch wenn es auf den ersten Blick ungewohnt ist und vielleicht sogar ein wenig verwirren mag, sollte dies dem Erfolg des Betriebssystems nicht im Wege stehen.


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1 Kommentar

1.) besserist 01.01.2014 - 19:16 Uhr
Hallo,
Sie schreiben unter Neuerungen von IOS 7 unter dem Punkt Sicherheit -
Zitat:
"...,man kann nun neben dem Gerät an sich auch einzelne Apps mit einem Kennwort schützen."

Können SIe das erläutern bzw. erklären wie man einzelne Apps schützen kann. Für so eine Lösung wäre ich sehr dankbar.

Viele Grüße