Intel: Alle zwei Jahre neue Desktop-CPUs

IntelNach zahlreichen Meldungen zu Intels Ivy-Bridge-E-Prozessoren sind diese nun endlich offiziell - eine Woche vor dem von uns erwarteten Release-Termin. Wie bereits einige Vorab-Benchmarks aufzeigten, können die neuen High-End-Modelle leider nicht voll und ganz überzeugen. Das Flaggschiff Core i7-4960X arbeitet im Schnitt gerade einmal fünf Prozent schneller als der direkte Vorgänger Core i7-3960X. In Computerspielen liegt das Ivy-Bridge-E-Spitzenmodell mit sechs Kernen sogar auf einem Niveau mit dem Haswell-Prozessor Core i7-4770K mit lediglich vier Kernen.

Die CPUs auf Ivy-Bridge-E-Basis kommen sowieso nur für einen sehr kleinen Käuferkreis infrage, da die Verkaufspreise der Sechskernprozessoren sehr hoch ausfallen und sich die zwei zusätzlichen Kerne nur in einigen Anwendungen rentieren. Deshalb arbeitet Intel zurzeit unter Hochdruck an den kommenden Broadwell-Prozessoren, die bereits in einer Strukturbreite von 14 Nanometern gefertigt werden, und auch an der darauffolgenden Skylake-Mikroarchitektur.

Intel Fertigung - Schema

Die oftmals gut informierten Kollegen von fudzilla.com berichten nun, dass Intel in Zukunft nur noch alle zwei Jahre neue Desktop-Prozessoren herausbringen wird. Dies ist offenbar der aktuellen Marktsituation geschuldet, denn gerade Desktop-Computer leiden arg unter der Beliebtheit von Smartphones und Tablets. Dementsprechend hält es der Branchenriese wohl nicht mehr für nötig, viel Geld für die Entwicklung neuer Desktop-Modelle auszugeben. Da Intel auch keine Konkurrenz im High-End-Bereich hat, geht das Unternehmen mit dieser neuen Strategie wohl auch kein großes Risiko ein.

Die kommende Broadwell-Mikroarchitektur wird das erste Opfer dieser Umstellung sein, denn diese wird aller Voraussicht nach lediglich für Notebooks erscheinen. Da es sich bei den Broadwell-Prozessoren allerdings nur um leicht optimierte Haswell-CPUs handeln wird, ist dieser Umstand nicht wirklich dramatisch. Es ist allerdings gerade für die hardware-affinen Endkunden keine gute Neuigkeit, denn der Desktop-PC besitzt nach wie vor am meisten Potenzial für schnellste Komponenten.


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