Entwickler: Playstation 4 50 Prozent schneller

SonyIn den zurückliegenden Wochen ist es recht ruhig um die Playstation 4 von Sony geworden. Wir berichteten lediglich von einem Leistungsvergleich mit der Xbox One, der mittels zweier Computer simuliert wurde, und davon, dass ausschließlich die Playstation 4 und nicht das Microsoft-Produkt AMDs Heterogeneous-Uniform-Memory-Access-Technologie (hUMA) nutzen soll. Microsoft lieferte im letzten Monat wesentlich mehr Schreibstoff, vor allem weil Steve Ballmer, Chief Executive Office (CEO) des Unternehmens, seinen Posten innerhalb der nächsten zwölf Monate abgeben wird. Dies hat eventuell sogar Auswirkungen auf die Xbox-Sparte, die aufgrund diverser Umstrukturierungen verkauft werden könnte.

Die kommende Next-Gen-Konsole von Microsoft wird am 22. November in 13 verschiedenen Regionen erscheinen, also exakt zwischen den beiden Release-Terminen der Playstation 4, die am 15. November in den Vereinigten Staaten und am 29. November in Europa veröffentlicht wird. Darüber hinaus vermeldeten wir, dass die Taktfrequenz des Prozessors der Xbox One kürzlich von 1,6 auf 1,75 GHz angehoben wurde und wir warteten mit einem Gerücht auf, nach dem die Spielekonsole noch eine dedizierte Grafikkarte besitzen wird. Diese soll angeblich auf der noch nicht veröffentlichten Hawaii-GPU basieren und entweder 2.560 oder 2.304 Shadereinheiten besitzen. Aktuell gehen wir allerdings nicht davon aus, dass dieses Gerücht zutreffen wird.

Sony Playstation 4

Wie die Kollegen von edge-online.com berichten, haben einige Entwickler preisgegeben, dass die Playstation 4 ungefähr 50 Prozent schneller als die Xbox One ist. Während die Sony-Spielekonsole ein noch nicht optimiertes Spiel unter der FullHD-Auflösung mit etwa 30 Bildern pro Sekunde wiedergibt, kommt die Xbox One nur auf eine Bildrate von knapp über 20 - bei einer Auflösung von nur 1.600 mal 900 Pixeln.

Dies ist allerdings keine Überraschung, denn zumindest in der Theorie ist die Grafikeinheit der Playstation 4 ein gutes Stück flotter unterwegs als die der Xbox One. Die Next-Gen-Konsole von Sony erreicht eine Rechenleistung von 1.843 GFLOPs und das Produkt von Microsoft kommt lediglich auf eine Rechenleistung von 1.310 GFLOPs. Der Unterschied beträgt alleine an dieser Stelle also gut 40 Prozent. Darüber hinaus taktet der Playstation-4-Prozessor noch 14 Prozent höher als die CPU der Xbox One. Da die Komponenten beider Next-Gen-Konsolen in etwa den gleichen Architekturen angehören, können diese Werte fast eins zu eins in die Praxis umgerechnet werden.

Die Xbox One hat allerdings auch ihre Vorzüge, denn aufgrund des pfeilschnellen ESRAMs sollten beispielsweise Raytracing-Berechnungen arg beschleunigt werden. Ansonsten ist der ESRAM aber eher hinderlich, da die Nutzung eines zweiten Speicherbereichs schwer zu programmieren ist. Dies ist wahrscheinlich auch der Grund für die Nichtnutzung von AMDs Heterogeneous-Uniform-Memory-Access-Technologie (hUMA) - ein weiterer Vorteil der Playstation 4.


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