Futuremark löst Windows-8-Problematik

GrafikkartenIn der Welt der Grafikkarten ist es in den letzten Wochen zwar nicht zu vielen Neuerungen gekommen, doch die Gerüchteküche droht überzukochend. Wir berichteten zum Beispiel davon, dass die Sea-Islands-Serie von AMD eventuell doch nicht vollständig gecancelt wurde und einige Modelle zusammen mit der Hawaii-Grafikkarte, die jedoch der Volcanic-Islands-Serie angehört, erscheinen könnten. Darüber hinaus sind wir auf den angestrebten Verkaufspreis des zukünftigen Radeon-Flaggschiffs gestoßen, der bei maximal 600 US-Dollar liegen soll und wir vermeldeten, dass ein AMD-Offizieller in einem Internetforum die 28-Nanometer-Fertigung des Hawaii-Grafikprozessors angedeutet hat.

Wir konnten auch mit Gerüchten zu Nvidias kommender Maxwell-Grafikarchitektur aufwarten, die wahrscheinlich auch noch in einer Strukturbreite von 28 Nanometern gefertigt wird. Überdies berichteten wir vom DirectX-11.2-Support der aktuellen Radeon-HD-7000-Serie, von der bevorstehenden Kooperation zwischen Nvidia und dem französischen Publisher Ubisoft sowie von der 60-FPS-Limitierung der aktuellen Notebooks mit der Optimus-Technologie. Des Weiteren hat AMD die neue Radeon-Sky-Serie, basierend auf der GCN-1.0-Grafikarchitektur, offiziell vorgestellt, deren Ableger extra für das sogenannte Cloud-Gaming optimiert sind.

Futuremark 3DMark Fire Strike

Aufgrund der Zeitproblematik von Windows 8, wodurch Benchmarks verfälscht werden können, wurden zahlreiche Rekorde für ungültig erklärt. Es war nämlich durchaus möglich, dass die Ergebnisse besser ausfielen als sie eigentlich waren. Das finnische Unternehmen Futuremark, das sich auf die Entwicklung von Benchmark-Software spezialisiert hat, hat dieses Problem nun offenbar in den Griff bekommen.

Das kleine Systeminfo-Tool von Futuremark, das für die Verwendung eines aktuellen 3DMarks installiert sein muss, zeichnet ab der Version 4.20 verschiedene Timerwerte auf. Diese werden auf die Futuremark-Datenbank hochgeladen und mit deren Timer verglichen. Weichen die Messungen voneinander ab, so ist das 3DMark-Ergebnis nicht gültig und als Score wird "invalid" angezeigt. Die Overclocking-Internetseite hwbot.org akzeptiert ab sofort wieder Benchmark-Ergebnisse, die unter Windows 8 aufgestellt wurden. Die Voraussetzung dafür ist natürlich das oben genannte Systeminfo-Tool in der entsprechenden Version.

Aktuell wird die Version 4.20 allerdings nicht mit der 3DMark-Software mitgeliefert, sondern muss manuell heruntergeladen und installiert werden. Bei der neuen Methode, die im Übrigen von Christian Ney entwickelt wurde, handelt es sich jedoch nicht um die bestmögliche Lösung. Bei einem Offline-System kann zum Beispiel nichts auf die Futuremark-Datenbank hochgeladen und abgeglichen werden. Möglicherweise wird es in näherer Zukunft elegantere Lösungen geben, aber das steht zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch in den Sternen.


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