Next-Gen-Konsolen erhöhen Entwicklungskosten

SpieleIn den zurückliegenden Tagen konnten wir mit zahlreichen interessanten Newsmeldungen aufwarten. Wir berichteten zum Beispiel von einer angeblich internen Fotografie eines AMD-Partners, die einige Details zu den kommenden Grafikkarten des Unternehmens verrät, oder von Windows 10, dem wohl ersten Cloud-Betriebssystem von Microsoft. Darüber hinaus schrieben wir über eine weitere Xbox-One-Eskapade auf der US-amerikanischen Spielemesse PAX Prime, auf der Battlefield 4 wahrscheinlich auf PCs und nicht auf der Next-Gen-Spielekonsole lief. Umso interessanter ist das Gerücht, nach dem die Xbox One über eine dedizierte Grafikkarte verfügen wird, die offenbar mit dem noch nicht erschienenen Hawaii-Grafikprozessor daherkommen soll.

Ubisoft Far Cry 3

Am heutigen Mittwoch machen wir einen Abstecher in die Welt der Spieleentwickler. Yves Guillemot, Chief Executive Officer (CEO) von Ubisoft, geht nämlich davon aus, das sich die Entwicklungskosten für Spiele aufgrund der Xbox One und der Playstation 4 in ungefähr zwei Jahren drastisch erhöhen werden. In einem neuen Interview gesteht er zwar, dass die Tools und Engines immer effizienter werden und auch die Hardware leicht zu handhaben ist, doch in Zukunft sollen die Möglichkeiten der PC-ähnlichen Komponenten schlicht und ergreifend optimal genutzt werden. Dies bedeutet viele zusätzliche Arbeitsstunden für die Entwickler und Zeit ist bekanntlich Geld.

Die Möglichkeiten reiner Next-Gen- und PC-Spiele sind ohnehin gewaltig - zumindest im Vergleich zu den Titeln, die für die Xbox 360 und die Playstation 3 entwickelt wurden. Die neue Microsoft-Spielekonsole besitzt voraussichtlich eine 1,75 GHz schnelle Achtkern-CPU und eine Grafikkarte mit 768 Shadereinheiten, während die Playstation 4 sogar mit einem 2,0 GHz schnellen Achtkerner und einer 1.152 Shadereinheiten starken Grafikkarte ausgestattet ist. Natürlich sind High-End-PCs noch ein Stückchen besser, doch auch wesentlich teurer. Die Xbox One ist bereits für 499 Euro vorbestellbar und die Playstation 4 wechselt sogar für nur 399 Euro den Besitzer.


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1 Kommentar

1.) rizawi 13.09.2013 - 15:03 Uhr
Das der Punkt iwann kommen wird, an dem hohes Detail einen Aufwand erreicht, der sich nicht mehr kostendeckend künstlich produzieren lässt, war schon vor 20 Jahren klar. Deshalb gibt es Unlimited Detail bzw. diverse Scanverfahren für polygonbasierte Grafik. Der Übergang sich in Spielen nun darauf zu verlassen und das effizient zu verbauen wird allerdings noch 10 Jahre dauern, mangels aktueller Möglichkeiten das in Echtzeit zu rendern und damit 1zu1 einzusetzen bei Polygonbasierten Spielen. Das wird für Entwickler zunehmend schwierig, weil ein Objekt mit 1Mio Polygonen und einer 8096x8096 Textur dauert einfach viel länger anzufertigen als der 100 Polygone 128x128 Crap von der PS3...
Warum Unlimited Detail es nicht weiter geschafft hat weiss ich nicht, aber vermutlich zu wenig Marketing. Geoverse ist jedenfalls eig. der Beweis, das man eine Art Google Maps direkt in ein Spiel einbauen könnte und das mit ein wenig Nachbearbeitung sogar physikalisch korrekt, da die Grafikkarte ja dann nur noch dafür zuständig wäre. Woran das ganze scheitert, wer weiss. Mit einem Pool von Gegenständen, den man ja nur ein mal anfertigen muss in maximalem Detail, finde ich jedenfalls wäre das schön einfach...