Intel gibt Herstellung von X79-Mainboards auf

IntelNach zahlreichen Meldungen zu Intels Ivy-Bridge-E-Prozessoren sind diese nun endlich offiziell - eine Woche vor dem von uns erwarteten Release-Termin. Wie bereits einige Vorab-Benchmarks aufzeigten, können die neuen High-End-Modelle leider nicht voll und ganz überzeugen. Das Flaggschiff Core i7-4960X arbeitet im Schnitt gerade einmal fünf Prozent schneller als der direkte Vorgänger Core i7-3960X. In Computerspielen liegt das Ivy-Bridge-E-Spitzenmodell mit sechs Kernen sogar auf einem Niveau mit dem Haswell-Prozessor Core i7-4770K mit lediglich vier Kernen.

Die CPUs auf Ivy-Bridge-E-Basis kommen sowieso nur für einen sehr kleinen Käuferkreis infrage, da die Verkaufspreise der Sechskernprozessoren sehr hoch ausfallen und sich die zwei zusätzlichen Kerne nur in einigen Anwendungen rentieren. Deshalb arbeitet Intel zurzeit unter Hochdruck an den kommenden Broadwell-Prozessoren, die bereits in einer Strukturbreite von 14 Nanometern gefertigt werden, und auch an der darauffolgenden Skylake-Mikroarchitektur.

Intel DX79SI

Nun hat der Branchenriese angekündigt, dass dieser keine Mainboards mehr für den High-End-Sockel LGA 2011 herstellen wird. Überdies wird Intel nicht einmal BIOS-Updates für die bereits vorhandenen Hauptplatinen bereitstellen, so dass die neuen Ivy-Bridge-E-Prozessoren nicht mit den eigenen Mainboards kompatibel sein werden. Dieser Umstand ist jedoch kein Beinbruch, denn immerhin zählte Intel in den letzten Jahren nicht gerade zu den großen Mainboard-Herstellern auf dem Endkundenmarkt. Hier trumpfen eher Asrock, Asus, Gigabyte sowie Micro-Star International (MSI) mit hochwertigen und günstigen Produkten auf.

Die anderen Hersteller, allen voran MSI, haben ihre High-End-Platinen bereits mit neuen BIOS-Versionen ausgestattet. Somit können die gut betuchten Consumer - Ivy Bridge-E ist ein durchaus teurer Spaß - weiterhin den Core i7-4960X, den Core i7-4930K oder den Core i7-4820K betreiben. Anhand der Unbeliebtheit der Intel-Mainboards ist davon auszugehen, dass sich das Unternehmen aus dem Geschäft zurückgezogen hat, weil es kaum Gewinne oder vielleicht sogar Verluste abgeworfen hat. An dieser Stelle spekulieren wir allerdings nur.


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