Nvidia hat Probleme mit der Shield-Produktion

NvidiaVor knapp vier Monaten berichteten wir erstmals von Nvidias tragbarer Shield-Spielekonsole, die ursprünglich 349 US-Dollar kosten und Ende Juni erscheinen sollte. Kurze Zeit später reduzierte das Unternehmen aus Santa Clara den angestrebten Verkaufspreis auf 299 US-Dollar, da es zu zahlreiche Beschwerden unter den Endkunden kam. Lediglich einen Tag vor dem Launch gab Nvidia preis, dass die Shield-Spielekonsole noch über qualitative Mängel verfügte, weswegen der Prozessorhersteller die offizielle Vorstellung um etwa einen Monat nach hinten verschoben hat. Ende Juli wurde das Produkt letztendlich veröffentlicht und die Reaktionen fielen durchweg verschieden aus.

Nvidia Shield

Die Shield-Spielekonsole verfügt über vier ARM Cortex-A15-Kerne und eine Grafikeinheit, die aus 72 GPU-Kernen besteht. Dazu gesellen sich ein 2.048 MiB großer Hauptspeicher sowie ein 16 GiB großer Flash-Speicher zum Absichern von Daten. Auf dem Android-basierten Betriebssystem können Spiele, wie zum Beispiel Arma Tactics, Burn Zombie Burn, Conduit, Dead Trigger 2, Grand Theft Auto: Vice City, Hamilton's Great Adventure THD, Real Boxing, Riptide GP2, Tainted Keep oder Zombie Driver THD, gespielt werden.

Anscheinend ist die Nachfrage nach der Handheld-Konsole so groß, dass Nvidia nicht mehr mit der Produktion hinterherkommt. Igor Stanek, unter anderem Vertriebschef für Europa, hat nun gegenüber der Internetseite notebookinfo.de preisgegeben, dass jedes produzierte Shield sofort abverkauft werde und Nvidia eigentlich immer ausverkauft sei. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt können wir allerdings nicht berichten, ob die Nachfrage zu groß oder das Angebot zu klein ist, doch die Wahrheit liegt meistens irgendwo dazwischen. Aus diesem Grund ist übrigens auch ein Verkaufsstart der Shield-Spielekonsole in Europa für 2013 relativ unwahrscheinlich.

Bislang ist das Nvidia-Produkt ausschließlich in Nordamerika erhältlich. Dort fällt es dem Hersteller aufgrund einheitlicher Sprache und Standards leichter, den Verkauf sowie den Support zu organisieren. An dieser Stelle zahlt Nvidia Lehrgeld - immerhin ist der Prozessorhersteller aus Santa Clara neu im Geschäft. Nichtsdestotrotz arbeitet der Konzern offenbar hart an der Markteinführung im europäischen Raum. Wir hoffen, dass dies nicht mehr allzu lange auf sich warten lässt, denn immerhin gibt es auch hierzulande zahlreiche Gamer, die nur auf die Shield-Spielekonsole warten.


Kommentar schreiben

  • Loggen Sie sich oben mit ihren Benutzerdaten ein, um Kommentare zu verfassen.
  • Falls Sie noch kein Mitglied sind, können Sie sich in unserem Forum registrieren.

1 Kommentar

1.) rizawi 05.09.2013 - 18:23 Uhr
um ehrlich zu sein hätte ich nicht gedacht das das Teil so gefragt sein würde, das die Produktionsprobleme kriegen würden. So kann man sich irren...