Studie: PC-Spiele machen das Gehirn flexibler

SpieleIn den zurückliegenden Tagen konnten wir mit zahlreichen interessanten Newsmeldungen aufwarten. Wir berichteten zum Beispiel von einer angeblich internen Fotografie eines AMD-Partners, die einige Details zu den kommenden Grafikkarten des Unternehmens verrät, oder von Windows 10, dem wohl ersten Cloud-Betriebssystem von Microsoft. Darüber hinaus schrieben wir über eine weitere Xbox-One-Eskapade auf der US-amerikanischen Spielemesse PAX Prime, auf der Battlefield 4 wahrscheinlich auf PCs und nicht auf der Next-Gen-Spielekonsole lief. Umso interessanter ist das Gerücht, nach dem die Xbox One über eine dedizierte Grafikkarte verfügen wird, die offenbar mit dem noch nicht erschienenen Hawaii-Grafikprozessor daherkommen soll.

Inzwischen können wir die Ergebnisse einer äußerst anregenden Studie britischer und US-amerikanischer Forscher präsentieren. Es wurde untersucht, welche Auswirkungen Strategiespiele für den PC auf das menschliche Gehirn haben. Die Ergebnisse sprechen eine deutliche Sprache: Bereits nach 40 Stunden Spielzeit stieg die kognitive Flexibilität der Probanden messbar an. So konnten entsprechende Aufgaben schneller und genauer erfüllt werden als zuvor.

Starcraft

Kurioserweise wurden ausschließlich weibliche Personen berücksichtigt, da unter 800 Bewerbern kaum männliche Kandidaten waren, die nicht regelmäßig am Computer spielen. Für die Studie wurden allerdings Teilnehmer benötigt, die so gut wie nie zum Gamepad beziehungsweise zur Maus und Tastatur greifen. 72 Frauen wurden in zwei Gruppen eingeteilt, von denen die eine Gruppe das relativ simple Sims 2 und die andere das Strategiespiel Starcraft spielen musste. Im Vorher-Nachher-Vergleich konnte bei den Starcraft-Spielerinnen deutliche Verbesserungen der kognitiven Flexibilität nachgewiesen werden.

Für Brian Glass, einer der beteiligten Forscher, ist "Kognitive Flexibilität, ein Eckpfeiler menschlicher Intelligenz, […] nicht statisch, sondern kann trainiert und verbessert werden, durch Lernwerkzeuge wie etwa Spiele". Er ist weiterhin der Meinung, dass Strategiespiele die Fähigkeit trainieren, unabhängig zu denken und aus Fehlern zu lernen.


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1 Kommentar

1.) rizawi 04.09.2013 - 04:20 Uhr
Was ne Feststellung, Evolution ist Anforderungen gerecht werden. Logisch das ein forderndes Spiel die damit zusammenhängenden Fähigkeiten steigert, dazu hätte man sich die Studie sparen können O.o .
Wenn man Games wie X spielt, in denen es um's Überleben geht, lernt man sogar noch mehr als bisl simple Taktik.
Deshalb kann man sich allerdings auch die Studie sparen, das anspruchslose Games wie GTA oder COD verblödend wirken...