Weitere Ivy-Bridge-E-Benchmarks aufgetaucht

IntelIm zurückliegenden Juli vermeldeten wir, dass der US-amerikanische Prozessorhersteller Intel in der Mitte des kommenden Jahres mit der 14-Nanometer-Massenfertigung beginnen kann. Entsprechende Prozessoren, die der Broadwell-Mikroarchitektur angehören werden, erscheinen demzufolge erst im zweiten Halbjahr 2014. Diese werden allerdings nur Einzug in den mobilen Bereich erhalten, da Brian Krzanich, Intels neuer Chief Executive Officer (CEO), den Fokus vermehrt auf Notebooks, Tablets und Smartphones legen möchte. Die klassischen Desktop-Computer werden allerdings nicht leer ausgehen, denn das Unternehmen aus Santa Clara wird nächstes Jahr den sogenannten Haswell-Refresh bringen, bei dem es sich wohl um handelsübliche Haswell-Prozessoren mit angehobenen Taktfrequenzen handeln wird.

Im High-End-Bereich bietet Intel zurzeit allerdings nur Modelle an, die noch auf der in die Tage gekommenen Sandy-Bridge-E-Mikroarchitektur basieren. Obwohl diese teilweise über sechs Kerne verfügen, sind sie kaum schneller als die aktuellen Haswell-Prozessoren für den neuen Performance-Sockel LGA 1150. Diesbezüglich soll Ivy Bridge-E Abhilfe schaffen. Zuletzt konnten wir mit dem offiziellen Release-Termin der kommenden High-End-Prozessoren aufwarten.

BenchmarkCore i7-4960XCore i7-3970X
3DMark 11 Xtreme101,0 %100,0 %
3DMark Fire Strike100,0 %101,1 %
3DMark Vantage (CPU)103,9 %100,0 %
CPU Mark 1.0102,8 %100,0 %
Super PI mod 1.5 XS (32M)102,0 %100,0 %
wPrime 2.10 (1024M)102,5 %100,0 %
x264 FHD106,5 %100,0 %
Gesamt102,5 %100,0 %

In den Weiten des Internets sind inzwischen weitere Benchmarks eines Ivy-Bridge-E-Prozessors aufgetaucht. Im Internetforum von Coolaler.com wurde ein Core i7-4960X in diversen Anwendungen mit einem Core i7-3970X verglichen. Während des Tests liefen beide Kontrahenten mit einer Taktfrequenz von 4,5 GHz. Der Arbeitsspeicher taktete mit 1.500 MHz (DDR3-3000) und darüber hinaus kamen gleich vier Geforce-GTX-770-Grafikkarten im SLI-Verbund zum Einsatz.

In der Summe aller Benchmarks werkelte der Core i7-4960X bei gleicher Taktfrequenz lediglich 2,5 Prozent schneller als sein Sandy-Bridge-E-basierter Vorgänger. Die Einzelergebnisse schwanken hierbei von einem 6,5-prozentigen Vorsprung unter x264 FHD bis hin zu einem 1,1-prozentigen Rückstand im 3DMark Fire Strike. Da es sich bei der Ivy-Bridge-Mikroarchitektur aber nur um eine optimierte Sandy-Bridge-Mikroarchitektur handelt, die keine nennenswerten architektonischen Veränderungen mit sich bringt, kann es normalerweise gar nicht zu Verschlechterungen kommen. Deshalb muss bei diesem Messwert ein Fehler vorliegen.

Vor ungefähr drei Wochen berichteten wir bereits über einen ersten Vorab-Test des Core i7-4960X, in dem die Ivy-Bridge-E-CPU 4,0 Prozent schneller als ein Core i7-3970X arbeitete - allerdings mit einer 100 MHz höheren Basistaktfrequenz. Dementsprechend erscheinen uns die Ergebnisse der neuen Benchmarks sehr realistisch. Wir gehen davon aus, dass Ivy Bridge-E keine großen Leistungssprünge bringen, dafür aber gerade in puncto Leistungsaufnahme stark abschneiden wird.


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